Sandsteinstelen am Jakobsweg
Heimische Motive grüßen Pilger

Lengerich -

Sandsteinstelen mit heimischen Motiven grüßen die Pilger auf dem Jakobsweg. Zwei weitere Stelen sind jetzt oberhalb von Max und Moritz sowie an der Johanneskirche aufgestellt worden.

Samstag, 30.06.2012, 12:06 Uhr

Sandsteinstelen am Jakobsweg : Heimische Motive grüßen Pilger
Mit solchen Stelen aus Sandstein werden Pilger auf dem Jakobsweg durchs Tecklenburger Land geleitet. Am Freitag hat Pastorin Ulrike Wortmann-Rotthoff mit der 4. Klasse der Stiftsschule Leeden den Jakobsweg von Leeden nach Lengerich gewandert und dabei oberhalb von Max und Moritz am Teuto diese neue Stele entdeckt. Foto: Michael Baar

Wenn der Jakobspilger von Osnabrück kommend auf dem Weg durch den Kreis Steinfurt nach Münster pilgert, trifft er jeweils in den Orten Leeden, Lengerich , Ladbergen und Schmedehausen auf zwei Stelen , die den Jakobsweg zusätzlich zur Muschel auf blauem Grund markieren. Der Kattenvenner Bildhauer Mandir Tix hat diese Stelen entworfen und sie aufgestellt.

Nach den ersten beiden Stelen in Leeden (die WN berichteten darüber) wird der Pilger an der Stadtgrenze von Lengerich, wo der Pilger- und Friedensweg vom Hermannsweg nach Lengerich abzweigt, von einer Stele aus Ibbenbürener Sandstein mit heimischen Motiven empfangen.

Die Stelen sind im Rahmen des Leader-Projektes entstanden und wurden in der Lokalen Aktionsgruppe Tecklenburger Land ausgearbeitet.

Leader steht für „ Liaison entre actions de dèveloppement de I` èconomie ruale“ (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) und ist ein von der EU initiiertes Instrument zur Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds.

Die Sandsteinstele zeigt oben eine goldene Jakobsmuschel, die genau nach Santiago de Compostela ausgerichtet ist. Eingehauen ist ein koloriertes Relief, das die Lengericher Stadtkirche mit der heiligen Margarete in Kleinformat zeigt.

Alle Stelen im Kreis Steinfurt stehen unter dem Leitgedanken des Friedens und beinhalten jeweils einen biblischen Spruch zum Thema. Wer ihn lesen möchte, muss dabei einmal die viereckige Stele umrunden und kann so einen Denkimpuls zur Inspiration aufnehmen. Dabei wandert der Blick auf jeder Steinseite eine Zeile tiefer und verlangt eine Verneigung.

Am Fuß der Sandsteinstele kennzeichnet der Schriftzug „Santiago de Compostela“ die noch verbleibenden 2826 Kilometer zur gleichnamigen Pilgerstadt im Nordwesten Spaniens, wo der heilige Jakobus in seinem Grab in der dortigen Kathedrale verehrt wird.

Die zweite Stele wurde von Mandir Tix an der Johanneskirche in Stadtfeldmark aufgestellt. Das Relief zeigt eine Friedenstaube und ein Kreuz mit Lindenzweigen. Der biblische Spruch lautet: „Meinen Frieden gebe ich Euch.“„

Eine Informationstafel für die Pilger soll demnächst auf dem neugestalteten Kirchplatz an der Stadtkirche aufgestellt werden, genau dort, wo der Weg der Jakobspilger vorbeiläuft.

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