LWL will an der Friedhofstraße bauen
Großinvestition für Behinderte

Lengerich -

Rund 4,8 Millionen Euro will der Landschaftsverband im kommenden Jahr an der Friedhofstraße investieren. Entstehen soll dafür ein Pflegeheim. Später, so der Plan, wird dann noch ein Wohnheim folgen.

Freitag, 28.09.2012, 08:09 Uhr

An der Friedhofstraße wird ein neues Pflegeheim entstehen. „Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im März oder April“, erläutert Helmut Gesmann . Der planende Architekt des Bau- und Liegenschaftsbetriebs des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ergänzt, dass für die Bauarbeiten rund 4,8 Millionen Euro veranschlagt sind.

Das neue Pflegeheim hat 52 Betten für behinderte Menschen. „Das sind 22 mehr als wir bisher haben“, sagt Marlies Preising . Sie ist beim LWL Gruppenleiterin im Referat Wohnen und Pflege. Durch den Bau trage der LWL dem Mehrbedarf Rechnung. „Seit einigen Jahren ist es ein wichtiges Thema, dass der demografische wandel auch für behinderte Menschen gilt.“

30 Plätze, zum Teil verstreut in den alten Gebäuden gelegen, würden zusammengeführt – auf neuestem Standard. Gepflegt werden sollen in der Einrichtung psychisch-kranke und geistig-behinderte Menschen. Im Kreis Steinfurt hätten sich die Verantwortlichen auf Sektoren verständigt, welches Haus für Menschen welcher aus Region zuständig sei. „Die Grenzen sind allerdings durchlässig“, betont Marlies Preising. „Wer von uns gepflegt werden will, bekommt in der Regel auch einen Platz.“

Im Herbst 2013 steht dann der Baubeginn für ein neues Wohnheim auf dem Kalender, das 24 Plätze haben wird. „Für dieses Vorhaben sind noch nicht alle Absprachen getroffen. Deshalb können wir aktuell noch nichts über das endgültige Bauvolumen und die damit verbundenen Kosten sagen“, schildert Gesmann den Stand der Dinge.

„In diesem Fall werden alle bisher dort vorhandenen Plätze zusammengeführt“, erläutert Marlies Preising. Die vorhandenen Gebäude genügten längst nicht mehr dem Standard. „Und schon gar nicht dem Gedanken einer zeitgemäßen Behindertenhilfe“, unterstreicht Marlies Preising. „Unser Interesse ist deshalb ein möglichst frühzeitiger Baubeginn für das Wohnheim.“ Deshalb setze sie auf „zügige Beratungen“ der damit befassten Gremien.

Zügig hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Lengerich in seiner Sitzung am Dienstag entschieden. Ohne Diskussion empfahlen die Mitglieder dem Rat, der für die Bauvorhaben notwendigen Bebauungsplanänderung ebenfalls zuzustimmen. Die Sitzung dazu findet am Dienstag, 2. Oktober, statt.

„Die formalen Bedingungen müssen in Ordnung sein“, erinnert Architekt Gesmann an wichtige Bauvoraussetzungen. Die Entscheidung, in unmittelbarer Nähe zum vorhandenen Standort die beiden Neubauten zu errichten, habe auf der Hand gelegen. Was mit den dann frei werdenden Gebäuden und Gebäudeteilen passiert, solle zeitnah entschieden werden.

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