Unbekannte Seiten von Franz Liszt
Romantisch und gruselig

Lengerich -

Helmut Thiele, Schauspieler aus Wien, ist am 7. Oktober ab 17 Uhr zusammen mit der Pianistin Kiyomi Kudo-Helms Hauptdarsteller im Festsaal der LWL-Klinik. Das Duo präsentiert Populäres von Liszt, aber auch eher unbekannte Werke des ungarisch-deutschen Komponisten.

Mittwoch, 03.10.2012, 06:10 Uhr

Unbekannte Seiten von Franz Liszt : Romantisch und gruselig
Freuen sich auf das Benefiz-Konzert am Sonntag (von links): Jörg Krause (Lions), Ulrich Erpenbeck (Rotary), Helmut Thiele (Schauspieler), Kiyomi Kudo-Helms (Pianistin), Werner Biedenkapp (Musikschule), Dr. Heinrich Hörster und Dr. Christos Chrysanthou. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Als Helmut Thiele die Geschichte zu Franz Liszts „Des toten Dichters Liebe“ erzählt, sind seine Zuhörer, die zum Pressetermin erschienen sind, sichtlich überrascht. Der Titelheld, ein während der Ungarischen Revolution 1848/49 umgekommener Poet, erscheint immer wieder seiner Frau, die, wie vom Dichter zu Lebzeiten prophezeit, einen anderen Mann gefunden hat. Allerdings hat der Geist des Toten eine Besonderheit: Nicht der Kopf des Dichters sitzt auf seinen Schultern, sondern im Wechsel die weiterer während der Kämpfe Verstorbener. Eine schaurig-melodramatische Ballade, die am Sonntag, 7. Oktober, Teil eines außergewöhnlichen Konzertes sein wird.

Helmut Thiele, Schauspieler aus Wien , ist ab 17 Uhr zusammen mit der Pianistin Kiyomi Kudo-Helms Hauptdarsteller im Festsaal der LWL-Klinik. Das Duo präsentiert Populäres von Liszt (die drei Liebesträume), aber eben auch eher unbekannte Werke des ungarisch-deutschen Komponisten: Romantisches wie leicht Gruseliges.

Dieser Klassik-Abend der etwas anderen Art ist zugleich eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Steinfurter Bündnisses gegen Depression. Dessen Vorsitzender ist Dr. Christos Chrysanthou, Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik und damit am Sonntag Hausherr beim Konzert. Er freut sich, dass Dr. Heinrich Hörster zusammen mit Werner Biedenkapp von der Musikschule als Organisatoren das Konzert möglich machen. Und er freut sich, dass mit dem Lions-Club Tecklenburg und dem Rotary Club Tecklenburger Land Schirmherren gefunden wurden.

Angesichts der ungewöhnlichen Balladensprache will Helmut Thiele das Publikum mit einer kurzen, einführenden Erklärung auf das Programm vorbereiten. „Die Zuschauer sollen sich von ihren Vorbehalten gegenüber Kitsch befreien“, kündigt er „Gefühligkeit“ an, die einerseits heute vielen fremd erscheinen mag, andererseits aber in ihrer Schwermut und Romantik auch „wohlige Schauer“ vermittle.

Abgerundet wird der Liszt-Abend mit einem Imbiss, der im Anschluss angeboten wird. Ein fester Preis werde dafür nicht verlangt, sagt Dr. Heinrich Hörster. „Jeder kann in einen Hut den ihm angemessen erscheinenden Betrag legen.“ (Getränke ausgenommen)

Karten sind in der Buchhandlung Oberhellmann, in allen Filialen der Volksbank Tecklenburger Land und an der Abendkasse für 20 (ermäßigt zehn) Euro zu bekommen.

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