Typisierungsaktion am HAG
Ein Abstrich kann Leben retten

Lengerich -

Beim Projekttag Gesundheit findet am Hannah-Arendt-Gymnasium eine Typisierungsaktion der DKMS statt. Die Organisatoren hoffen auf viele Teilnehmer.

Mittwoch, 14.11.2012, 06:11 Uhr

Typisierungsaktion am HAG : Ein Abstrich kann Leben retten
Eine Speichelprobe wird bei der Typisierungsaktion am 22. November im Hannah-Arendt-Gymnasium genommen. Unterstützt wird die Aktion von den lokalen Geldinstituten. Darüber freuen sich (kleines Bild von links) Sascha Kötterheinrich, Ulrich Erpenbeck, Angelika Heitmann, Friedel Snethkamp, Sigrid Leugermann und Achim Glörfeld. Foto: Marcus Führer/Michael Baar

Nein, eine Gen-Analyse wird nicht vorgenommen. Deshalb, davon ist Lehrerin Sigrid Leugermann fest überzeugt, können sich die Oberstufenschüler am Donnerstag, 22. November, beruhigt an der Typisierungsaktion beteiligen. Zwischen 8.30 und 13.30 Uhr werden am Hannah-Arendt-Gymnasium ( HAG ) Mundschleimhaut-Abstriche genommen. Diese Speichelprobe ist Grundlage der Typisierung und führt der Deutschen Knochenmark-Spenderdatei ( DKMS ) weitere potenzielle Lebensretter zu.

Ebenso wie ihre Kollegin freut sich Schulleiterin Angelika Heitmann über die Einbindung dieser Aktion in den Projekttag Gesundheit. Am HAG hat man sich akribisch auf diesen Tag vorbereitet. Referendare sind einbezogen worden, sie sollen am Donnerstag die einzelnen Kurse zur Typisierung in der Pausenhalle holen. „Damit wollen wir einen möglichst reibungslosen Ablauf gewährleisten“, setzt Sigrid Leugermann darauf, dass keine oder nur kurze Wartezeiten entstehen.

Dazu gehört die Information im Vorfeld des Termins. Idealerweise würden sich viele Schüler schon im Vorfeld zur Teilnahme entschließen, hofft die Lehrerin. Neben den Schüler „ist die ganze Schulfamilie zur Typisierung eingeladen“, betont die Direktorin. Nicht nur das Kollegium, sondern insbesondere auch die Eltern.

Die Analyse der Speichelproben geht ins Geld. Rund 50 Euro muss die DKMS für die Untersuchung jeder einzelnen Probe berappen. Damit die Schüler nicht von diesem Faktor abgeschreckt werden, sind die Stadtsparkasse Lengerich und die Volksbank Tecklenburger Land als Sponsoren mit im Boot. Jeweils 1000 Euro stellen die beiden Geldinstitute zur Verfügung. Ebenfalls Unterstützung leistet der Rotary Club Tecklenburger Land. „Wir werden trotzdem eine Spendenbox aufstellen“, sagt Friedel Snethkamp. Er ist seit Jahren unermüdlicher Initiator von Typisierungsaktionen im Tecklenburger Land.

Auch wenn die DKMS weit über zwei Millionen potenzielle Spender in ihrer Datenbank hat ist die Chance, als solcher in Frage zu kommen, mit 1:20 000 relativ gering. Was umgerechnet nichts anderes bedeutet, als dass ein Lengericher für eine Stammzellenspende in Frage kommt. Die Realität sieht anders aus. Aus dem Handgelenk zählt Friedel Snethkamp fünf Personen auf, die schon gespendet und damit Leben gerettet haben. Er selbst auch.

Ob es zum Kontakt zwischen Empfänger und Spender kommt, hängt von den jeweiligen Gesetzen und vom Willen des Empfängers ab. Bei Friedel Snethkamp wird es den Kontakt wohl nie geben. „Ich habe für einen Finnen gespendet. Dort ist die Kontaktaufnahme allerdings per Gesetz verboten“, erläutert er.

Am nächsten Donnerstag hofft er auf viele Menschen, die sich typisieren lassen. „Leben spenden macht Schule“, heißt ein Schulprojekt der DKMS. Am HAG wird das am 22. November umgesetzt.

► DKMS-Spendenkonto 105 46 18, Stadtsparkasse Lengerich (BLZ 401 544 76)

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