Wohnungsbaugenossenschaft kauft altes Kino
Jetzt fällt das „Capitol“

Lengerich -

Ins Kino gehen können Filmfans in Lengerich schon lange nicht mehr. Nun verschwindet mit dem „Capitol“ ein Zeugnis dieser vergangenen Epoche. Es muss einer modernen Wohnanlage weichen.

Donnerstag, 18.04.2013, 06:04 Uhr

Das Capitol-Kino an der Bahnhofstraße ist von der Wohnungsbaugenossenschaft Lengerich gekauft worden und wird abgerissen.
Das Capitol-Kino an der Bahnhofstraße ist von der Wohnungsbaugenossenschaft Lengerich gekauft worden und wird abgerissen. Foto: Michael Baar

Die großen Zeiten sind vorbei. „Wie werde ich ihn los in 10 Tagen“ fragt ein vergilbtes Plakat im Schaukasten. „Demnächst“ steht groß darüber gepappt. Demnächst – für das Capitol-Kino an der Bahnhofstraße heißt das Abriss. Der rot-weiße Klinkerbau weicht einer modernen Wohnanlage. Die Wohnungsbaugenossenschaft Lengerich eG (Wo-Bau) hat das Grundstück gekauft. „Wir warten auf die Abrissgenehmigung“, sagt Marc Laumann, Mitarbeiter der Wo-Bau.

Zwölf Wohnungen sollen im Frühjahr 2014 bezugsfertig sein. Wo einst Zarah Leander, Willy Millowitsch und Atze Schröder auf der Bühne gestanden haben, werden in dem nach kw-70-Standard errichteten Gebäude Wohnungen zwischen 45 und 72 Quadratmetern angeboten. Der Energiespar-Standard „senkt nicht nur die Nebenkosten“, sagt Vorstandsmitglied Martin Schnitzler . Ein weiterer Vorteil aus Sicht seines Vorstandskollegen Max Mews : „Kw-70-Darlehen bis 50 000 Euro gibt´s schon für 1,4 Prozent.“

Rund 1,3 Millionen Euro umfasst das Bauvolumen. Investiert werde aus gutem Grund. „Zur Zeit sind kleine Wohneinheiten stark nachgefragt“, weiß Max Mews. Fünf der zwölf Wohnungen sollen verkauft werden. Auf den Markt kommen die 60-Quadratemeter-Domizile am Wochenende im Rahmen der Immobilia. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, rechnen Mews und Schnitzler damit, dass die fünf Einheiten schnell an den Mann oder die Frau gebracht sind.

Alle Wohnungen sind barrierefrei eingerichtet. Für die Vorstände ein Argument, das nicht nur bei älteren Menschen ziehen soll. Mit dem Aufzug von der Tiefgarage zur Wohnung – „das ist auch für jüngere Menschen ein Argument“, ist Mews überzeugt.

Mit dem Objekt an der Bahnhofstraße, das von Heinz Gerd Laurenz gekauft worden ist, sieht sich die Wo-Bau in Sachen Angebote in zentraler Lage gut aufgestellt. Am Prinzip, eigene Immobilien zu vermarkten und zu betreuen, ändere sich nichts. Im eigenen Bestand sind das 400 Wohnungen, hinzu kommen 150 Einheiten in Fremdverwaltung.

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