DGB-Maikundgebung
Klares Bekenntnis zur Zementindustrie

Lengerich -

Auf einen Kompromiss zwischen Naturschutz und Arbeitsplätzen dringen Lengerichs Bürgermeister Friedrich Prigge und DGB-Ortsverbandsvorsitzender Günter Bergener. Es geht um die Erweiterung der Kalkbrüche im Teutoburger Wald. Beide Redner haben sich auf der Maikundgebung des DGB für Dyckerhoff und Calcis stark gemacht.

Mittwoch, 01.05.2013, 20:05 Uhr

Hält Warnstreiks der Metaller im Tecklenburger Land für wahrscheinlich: Jürgen Schmidt.
Hält Warnstreiks der Metaller im Tecklenburger Land für wahrscheinlich: Jürgen Schmidt. Foto: Wilhelm Schmitte

Bürgermeister und DGB gehen in Sachen Dyckerhoff ( Lengerich ) und Calcis (Lienen) im Gleichschritt. Sowohl Friedrich Prigge als auch Günter Bergener halten beide Standorte für unverzichtbar. Bei der geplanten Abgrabungserweiterung hoffen beide auf einen tragbaren Kompromiss.

Das ist auf der DGB-Kundgebung bei Hilgemann deutlich geworden. Für Günter Bergener, Vorsitzender des DGB-Ortsverbandes Lengerich, muss die Regionalplanung so gestaltet werden, „dass beide Unternehmen Zukunftsperspektiven haben.“

Das sieht Lengerichs Bürgermeister Friedrich Prigge in seinem Grußwort ähnlich: „Ich hoffe, dass die Bezirksregierung einen Kompromiss findet, mit dem wir leben können.“ Aus seiner Sicht sind sowohl der Naturschutz als auch die Arbeitsplätze entsprechend zu berücksichtigen. Der Ratsvorsitzende erläutert vor gut 100 Zuhörern die Interessen Lengerichs, Firmen und Arbeitsplätze in die Stadt zu bekommen.

Den augenblicklichen Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie greift Jürgen Schmidt auf. Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall-Verwaltungsstelle Münster berichtet von Warnstreiks bei Benteler (Paderborn) und Mercedes (Düsseldorf). Die Gewerkschaften fordern 5,5 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber bieten 2,3 Prozent an.

In der nächsten und übernächsten Woche hält der Redner Warnstreiks im Tecklenburger- und im Münsterland für möglich.

Jürgen Schmidt geht in seiner Mai-Rede auf Europa („Wir bekennen uns zum Euro“), Rente mit 67 („Die größte sozialpolitische Fehlentscheidung“) oder die Steuerpolitik („Es darf keine Sonderrechte für Reiche geben“) ein.

Für die musikalische Umrahmung der Maikundgebung sorgt die Lengericher Formation „Die Montagshelden“.

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