Banken-Fusion beschlossen
Der Lohn für harte Arbeit

Lengerich/Ibbenbüren -

Erleichterung bei Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Tecklenburger Land nach dem großartigen Ergebnis in der Vertreter-Versammlung. Das deutliche Ja zur Fusion mit der Volksbank Nordmünsterland wird auch als Bestätigung für die akribische Vorarbeit gesehen.

Donnerstag, 06.06.2013, 19:06 Uhr

Die Erleichterung steht Franz-Josef Konermann und Hubert Overesch ins Gesicht geschrieben. Soeben haben die Vertreter der Volksbank Tecklenburger Land mit überwältigender Mehrheit die Verschmelzung mit der Volksbank Nordmünsterland zur VR-Bank Kreis Steinfurt beschlossen. Beifall kommt auf, auch Aufsichtsrats-Vorsitzender Dr. Peter Döbber atmet mit einem Lächeln durch.

154 von 162 Vertretern stimmen mit „Ja“. Bei vier Neinstimmen und vier Enthaltungen entspricht das einer Quote von 97,5 Prozent. Deutlich mehr als die erforderliche Drei-Viertel-Mehrheit. Damit geht der Wunsch von Döbber, „die perfekte Steilvorlage aus Rheine“ (WN von Mittwoch) aufzunehmen, in Erfüllung.

„Das ist eine tolle Bestätigung für den in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Weg“, freut sich Vorstand Franz-Josef Konermann. Am Tag nach dem historischen Beschluss fühlt er sich „wesentlich besser als gestern“, räumt er im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten ein.

Drei Jahre nach den ersten Überlegungen ziehen am Mittwochabend die Mitgliedervertreter den formalen Schlussstrich unter die Fusion. Die gilt rückwirkend zum 1. Januar 2013. Formell übernimmt die Volksbank Tecklenburger Land das in Rheine ansässige Haus. Deren Kunden müssen sich – voraussichtlich im Herbst – an die Bankleitzahl aus dem Tecklenburger Land (403 619 06) gewöhnen.

Für Vorstand Hubert Overesch „ergänzen sich die Banken gut“. Damit bezieht er sich auf die Bilanzen: Die eine ist eher passiv-lastig, die andere auf der Aktiv-Seite stärker. Was den Vertretern im Vorfeld der Versammlung bereits mitgeteilt worden ist: Insgesamt wird die Fusion etwa 2,8 Millionen Euro kosten. Gut 1,1 Millionen Euro aus den Jahren 2011 und 2012 sind von den Banken je zur Hälfte bereits in den Bilanzen berücksichtigt worden.

Was Overesch besonders am Herzen liegt sind allerdings nicht die nackten Zahlen, sondern das „vorbildliche“ Engagement der Mitarbeiter. „Es ist nicht der Name, es sind die Menschen, die eine Bank prägen“, ist er überzeugt und dankt den 624 Angestellten für Freude, manchmal auch Frust und viele Überstunden.

Aus Sicht des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV) spricht nichts gegen die Fusion. „Die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit wird gefestigt und kann gesteigert werden“, teilt Tobias Jasper mit. Er bezeichnet den „Zusammenschluss als vorausschauend“. Wichtig ist ihm ebenfalls der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen in den nächsten drei Jahren als Folge der Fusion.

 

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