Lengerich: Abitur 2013 am Hannah-Arendt-Gymnasium
Rekordzahl und Spitzen-Leistung

Lengerich -

169 Abiturienten bedeuten eine Rekordzahl für das Hannah-Arendt-Gymnasium. Diese ist der Tatsache geschuldet, dass ein Doppel-Jahrgang verabschiedet worden ist. Die Schüler der Jahrgangsstufe 13 sowie die ersten Schüler des Q2 genannten G8-Jahrgangs.

Sonntag, 30.06.2013, 20:06 Uhr

Die Freude überwiegt am Freitagabend. Nach neun oder acht Jahren erhalten die jungen Erwachsenen ihre Abiturzeugnisse. Die Zeit als Schüler am Hannah-Arendt-Gymnasium ist damit Geschichte. Wie es weitergehen wird? Nicht jeder Abiturient weiß das schon genau. Der eine oder die andere nimmt eine Auszeit, macht ein freiwilliges soziales Jahr. Angst brauche niemand zu haben. „Nehmt Eure Träume, geht Euren Weg“, ruft Schulleiterin Angelika Heitmann den 169 Abiturienten zu.

So voll ist die Gempt-Halle bei einer Zeugnis-Übergabe noch nicht gewesen. 169 Absolventen, „das ist einmalig in der Lengericher Schulgeschichte“, stellt Wolfgang Monka fest. Für ihn schließt sich an diesem Abend der Kreis. „Vor 44 Jahren gehörte ich mit 33 weiteren zum ersten Abitur-Jahrgang des damals noch städtischen Gymnasiums“, erinnert er sich. Jetzt ist es der letzte Jahrgang, den er als Lehrer mit verabschiedet. „Setzt Euch realistische Ziele für die Zukunft, dabei wünsche ich Euch die notwendige Unterstützung aus dem Umfeld“, gibt er den Abiturienten mit auf den Weg.

Die Spitzenzahl an Schüler geht mit einer „Spitzen-Leistung“ einher, konstatiert Angelika Heitmann. Sie erinnert an die Skepsis, als die Umstellung auf acht Jahre Gymnasium bis zum Abitur erfolgte. Ein Vater habe das ihr gegenüber in die Worte gefasst, er sehe seine Tochter als Versuchskaninchen, verdeutlicht sie, dass längst nicht alle vom Sinn dieser Umstellung komplett überzeugt seien.

Unter Bezug auf eine Vergleichsstudie stellt sie fest, dass es keine signifikanten Unterschiede in den Leistungen der beiden Stufen gebe. „Ihr habt erfolgreich gearbeitet und viel gelernt“, bescheinigt sie ihren scheidenden Schülern. Deren Durchschnittsnote liegt bei 2,3.

Flexibilität und Kompromissbereitschaft würden künftig von den Abiturienten eingefordert. Mit Blick auf den Fach- und Führungskräftemangel betont Angelika Heitmann, dass die fachliche Qualifikation allein nicht ausreiche. „Persönlichkeit gehört dazu“, sagt sie und rät, Technik affin und tolerant zu sein und sein Talent weiter zu entwickeln und zu pflegen.

Die Basis für lebenslanges Lernen sei am HAG gelegt worden. Ziel von Bildung seien „Begreifen, Denken und Verstehen, dazu gehören Fantasie und Empathie, um Bestehendes zu hinterfragen und neue Wege zu gehen“.

Amüsant, kurzweilig und für Außenstehende leicht verständlich geriet der Streifzug von Marius Gruber, Larissa Schimmel und Thore Hasenpatt durch die Schuljahre der beiden Entlass-Jahrgänge. Dazu passte der beschwingte musikalische Rahmen der Feierstunde. Frederike Sachs (Klavier) und Thore Hasenpatt (Trompete), die Bigband des HAG, das Klavierduo Eva Gabriel und Tobias Elfers, die Bigband-Special, Gino de Silva (Saxofon) und Anton Kusnezov (Klavier) setzen die musikalischen Farbtupfer.

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