Henning Rahe schafft als BuS-Schüler den Einstieg ins Berufsleben
Die große Chance bei Menebröcker

Lengerich/Lotte -

Henning Rahe war lange Zeit sicher kein Musterschüler. Mehr schlecht als recht lief es. Doch eine Lehrstelle hat er jetzt trotzdem gefunden – wohl auch weil er rechtzeitig in die BuS-Klasse (Betrieb und Schule) der Hauptschule Lotte wechselte.

Dienstag, 23.07.2013, 14:07 Uhr

Henning Rahe ist glücklich. Nach dem Besuch der Gemeinschaftshauptschule Lotte hat er zum 1. August eine Lehrstelle gefunden – obwohl er eher zu den lernschwächeren Schulabgängern gehört. Der junge Lengericher wird dreieinhalb Jahre lang bei der GLM Menebröcker in Wechte zum Land- und Baumaschinenmechaniker ausgebildet.

Vor Kurzem besuchten ihn seine Mutter, seine Lehrer Heike Schmidtmeier und Michael Maßbaum sowie Konrektor Michael Vörckel an seinem künftigen Ausbildungsplatz. Seit Mitte Januar absolviert Henning im Betrieb Menebröcker „Garten- und Landtechnik“, der in der dritten Generation geführt wird, ein Praktikum.

Nachdem er eher unmotiviert an der Gutenberg-Schule in Lengerich die achte Klasse zwei Mal durchlaufen hatte und die Zukunftsaussichten richtig mies waren, überzeugten Eltern, Lehrer und Freunde ihn, in die BuS-Klasse (Betrieb und Schule) der Gemeinschaftshauptschule Lotte zu wechseln. Jetzt hat er alle Prüfungen geschafft und damit den Hauptschulabschluss nach der neunten Klasse. Henning, offenbar ein Praktiker, weiß heute, dass es die richtige Entscheidung war. Hätte er die Wahl, die vergangenen drei Jahre noch einmal zu erleben, er würde den gleichen, wenn auch schwierigen Weg wieder gehen.

Nachdem es mit dem Praktikum in der ersten Schuljahreshälfte nicht so recht geklappt hatte, ging Hennings Vater auf neue Praktikumsplatzsuche – und wurde beim Familienunternehmen Menebröcker, einem Betrieb mit fünf Mitarbeitern, fündig. „Cool“ fand Henning diesen Betrieb mit seine PS-starken Maschinen auf Anhieb, denn er nimmt in seiner Freizeit an Renntrecker- und Kartrennen teil in ganz Deutschland – unterstützt von Familie und Freunden. Da kam zusammen, was zusammenkommen sollte.

Noch am gleichen Tag besuchten Vater, Sohn und Lehrerin Heike Schmidtmeier den Betrieb. Eine hoffnungsvolle Zeit begann für Henning, der laut Maßbaum die höchste Anwesenheitsquote von allen Schülern in der BuS-Klasse aufweisen konnte und sich im Praktikum durch Pünktlichkeit, Willigkeit und Disziplin auszeichnete, wie wiederum die Brüder Jörg und Ralf Menebröcker betonten. Mit seinen Kollegen Matthias Kolbe und Daniel Hülsmeier verstehe er sich schon super, bekundete der erfolgreiche ehemalige Schüler.

In Rheine wird Henning zur Berufsschule gehen. Sollte er Unterstützung brauchen – schließlich werden auch Realschüler in seine Klasse gehen –, bekommt er sie durch „Ausbildungsbegleitende Hilfen“ direkt vor Ort in Lengerich.

Vörckel bedankte sich im Namen der Schule bei der Firma Menebröcker: „So manche Betriebe zucken zurück, wenn sie die Bezeichnung BuS-Schüler hören. Sie aber sind uns sehr entgegengekommen. Ich glaube, Henning wird ein guter Azubi werden, denn er erfüllt mit seinem Interesse, seiner Disziplin und seinem Arbeitswillen alle Voraussetzungen dafür.“

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