Evangelischer Kirchenkreis ruft zu Spenden für Partnerkreis in Namibia auf
Die große Dürre in Namibia

Tecklenburger Land -

Namibia ist ein trockenes Land. Doch jetzt leiden die Menschen in dem afrikanische Staat und einer Dürreperiode. Der evangelische Kirchenkreis ruft zu Spenden für die Menschen im Partnerkreis Otjiwarongo auf.

Mittwoch, 18.09.2013, 14:09 Uhr

Immer wieder sorgt Afrika mit schweren Dürren und Hungersnöten für Schlagzeilen. Aktuell trifft es eine Region, die eine besondere Verbindung zum Tecklenburger Land hat. In Namibia , einem der ohnehin trockensten Länder der Welt, warten die Menschen dringend auf Regen. Von der Naturkatastrophe erfasst worden ist auch Otjiwarongo im Norden des südwestafrikanischen Staates. Der Kirchenkreis Tecklenburg pflegt dorthin seit Jahren intensive Kontakte – und ruft nun in Person von Superintendent André Ost zu Spenden auf für die Menschen im Partnerkirchenkreis auf.

Die Kirchengemeinde Lengerich ist laut Pressemitteilung dieser Bitte nachgekommen. Das Lengericher Presbyterium will bis zum Advent für den Partnerkirchenkreis Otjiwarongo sammeln. Einerseits soll Soforthilfe ermöglicht werden, andererseits ist aber auch an langfristige Unterstützung gedacht.

Die menschliche Nähe über die weite Entfernung hinweg symbolisiert derzeit nicht zuletzt Elizabeth von François. Die Pfarrerin aus Namibia ist mit ihrer Familie seit dem Frühjahr in Lengerich. Für mindestens drei Jahre wollen sie bleiben – so lange dauert der Austausch.

Derweil ist in Namibia von Präsident Hifikepunye Pohamba der Notstand ausgerufen worden. In Medienberichten heißt es, 400 000 Menschen seien vom Hungertod bedroht. Nach Angaben des Kinderhilfswerkes Unicef sind allein über 100 000 Kinder von Unterernährung betroffen.

Annette Salomo aus Lotte ist Vorsitzende des Partnerschaftskomitees des Kirchenkreises Tecklenburg. Sie hat zusammen mit Superintendent André Ost und Pfarrer i.R. Christoph von Derschau, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees des Kirchenkreises Wesel (Rheinische Kirche) noch vor Kurzem Namibia besucht. Sie berichtet von ihren Eindrücken: „Es ist trocken und obschon Winterzeit, sehr heiß. Man sieht der Landschaft an, dass es lange nicht mehr geregnet hat.“ In Sesfontain und Opuwo, den beiden nördlichsten Gemeinden im Kirchenkreis Otjiwarongo, sei die Dürre sehr deutlich zu spüren. Das Vieh suche überall nach Futter, aber die Landschaft sei wie leer gefegt. „Kein Gras, nur der nackte Boden und die Büsche, die für Rinder und Ziegen unverträglich sind, bedecken die Landschaft. Alle Bäume sind im unteren Bereich kahlgefressen.“

Salmon Tjakuapi, Pastor der ELCRN (Evangelisch-Lutherische Kirche der Republik Namibia) in Opuwo, beschreibt die Tragödie. „Hier leben viele Hereros. Die Rinder sind nicht nur ein Garant für das Überleben, sondern auch ein wichtiges Zeichen des Ansehens. Im Moment sind die Stückpreise für Rinder und Ziegen extrem gefallen. Wenn nicht bald Regen kommt, werden die meisten Tiere in den nächsten Wochen sterben. Die Menschen können sich kein Futter leisten. Und wovon sollen sie dann leben, wenn ihre Lebensgrundlage nicht mehr existiert?“

Annette Salomo sagt: „Durch unsere langjährige partnerschaftliche Verbundenheit fühlen wir uns verantwortlich, unsere Solidarität mit den leidenden Menschen unserer Partnerkirche zu zeigen.“

Zum Thema

Spendenkonto: Vereinte Evangelische Mission, Konto 9 090 908, KD-Bank, BLZ 350 60 190

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