Europawahl im Tecklenburger Land
Starke SPD legt deutlich zu

Tecklenburger Land -

Die SPD hatte am Sonntagabend Grund zum Feiern. Im Altkreis Tecklenburg ging sie als Gewinnerin der Europawahlen hervor und legte deutlich zu. Einbußen hingegen musste die CDU hinnehmen.

Montag, 26.05.2014, 15:05 Uhr

Die SPD hatte am Sonntagabend Grund zum Feiern. Im Altkreis Tecklenburg ging sie als Gewinnerin der Europawahlen hervor und legte deutlich zu. Prozentual die meisten Stimmen ergatterten die Sozialdemokraten in Mettingen. Dort steht die SPD nun bei 42,5 Prozent – ein Plus von 9,7 Prozent im Vergleich zur Europawahl im Jahr 2009 (32,8 Prozent).

Einbußen hingegen musste die CDU hinnehmen. Bis auf Ladbergen (2014: 39,3; 2009: 36,4 Prozent) konnte die Partei im Altkreis nirgends Prozentpunkte dazugewinnen. Selbst im Hörsteler Stadtteil Ostenwalde sackte die CDU ab. Dort hatte sie bei der vergangenen Europawahl mit 83,54 Prozent den Spitzenwert erreicht. Neues Ergebnis: immerhin noch 70,7 Prozent.

Die Grünen erreichten mit 8,4 Prozent in etwa den Wert der vergangenen Wahl (9,1 Prozent). Ähnlich sieht es bei den Linken aus. Sie stehen nun bei 3,5 Prozent, 2009 hatten sie 3,3 Prozentpunkte bekommen.

 

Schock hingegen für die FDP: Von 10,8 Prozent im Jahr 2009 sackten die Liberalen auf 3,2 Prozent ab – ein Verlust von 7,6 Prozentpunkten.

Auf Anhieb erreichte die Alternative für Deutschland (AfD) in der Region 3,1 Prozent. Das schockierte die lokalen Kandidaten zur Europawahl Andrea Arcais (SPD) aus Münster und Dr. Markus Pieper (CDU) aus Lotte. „Das ist per se eine Katastrophe, dass so eine Partei, die am rechten Rand fischt, ins Europäische Parlament einzieht“, sagte Arcais. Inwiefern dies Einfluss auf die Politik in Brüssel habe, „müssen wir abwarten“.

„Im Vergleich zur Bundesebene bin ich froh, dass der Kreis Steinfurt für europafreundliche Parteien gestimmt hat“, sagte Dr. Markus Pieper. Deutschlandweit hatte die AfD nach vorläufigen Hochrechnungen am Abend nämlich sogar 7,1 Prozentpunkte geholt.

Mit den Ergebnissen im Tecklenburger Land konnte Pieper gut leben. „Ich hätte mir ein, zwei Prozent mehr gewünscht. Aber unterm Strich kann man zufrieden sein“, sagte er. Die Einbußen in den Wahlergebnissen der Union seien einem „Erstarken der SPD geschuldet“. Dennoch wurde am Sonntagabend gefeiert – vorläufige Ergebnisse zeigten nämlich, dass Pieper wohl erneut ins Europäische Parlament einziehen wird.

Ganz im Gegensatz zu Andrea Arcais. „Das werde ich nicht geschafft haben“, sagte er noch während der Auszählungen. Trotzdem war er zufrieden: „Wir haben sehr gut dazugewonnen.“ Ein aktiver Wahlkampf und klare politische Ziele seien die Gründe dafür gewesen. Vor allem die Aussage, Europa sozialer gestalten zu wollen, habe Stimmen eingebracht.

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