Gäste aus Uganda und Paraguay
Was für ein Theater!

Lengerich -

Seit bald zehn Jahren wird die Gempt-Halle als Veranstaltungsort genutzt. Reichlich Konzerte hat es seit 2004 gegeben, zahlreiche Messen, Partys und manches mehr. Doch Theater, wie es am 30. Juli zu sehen sein wird, wohl noch nicht. Zum einen ist die Gruppe „Mmunye“ aus Uganda zu Gast, zum anderen „Aximo Teatro“ aus Paraguay.

Freitag, 13.06.2014, 06:06 Uhr

Seit bald zehn Jahren wird die Gempt-Halle als Veranstaltungsort genutzt. Reichlich Konzerte hat es seit 2004 gegeben, zahlreiche Messen, Partys und manches mehr. Doch Theater, wie es am 30. Juli zu sehen sein wird, wohl noch nicht. Zum einen ist die Gruppe „Mmunye“ aus Uganda zu Gast, zum anderen „Aximo Teatro“ aus Paraguay . Die Akteure, die zu sehen sind, sind allesamt Laienschauspieler und es sind allesamt Kinder und Jugendliche. Möglich macht ihren Auftritt die Lengericher Stiftung für Bildung, Kunst und Kultur.

Die beiden Gruppen reisen aus ihrer Heimat für das 13. Welt-Kindertheater-Fest an. Das findet alle zwei Jahre statt. Lingen, wo es 1990 entstanden ist, wechselt sich mit Austragungsorten weltweit ab. Zuletzt war 2012 Sydney Gastgeber. Jetzt kommen 18 Ensembles wieder vom 25. Juli bis zum 1. August ins Emsland.

Vor vier Jahren wurde Dr. Werner Lichtenberg – er ist seit Längerem ehrenamtlich für die Stiftung aktiv – mehr zufällig auf das Festival aufmerksam. Für eine Kooperation war damals nicht mehr die Zeit. Dafür diesmal. Angesichts der Dimensionen, erzählen Werner Lichtenberg und Kris Steinbeck , die ebenfalls bei der Stiftung dabei ist, seien die Macher des Festivals auf möglichst viele Unterstützer angewiesen. Die beiden berichten von rund 350 jungen Menschen, die aus aller Welt nach Lingen kommen. Die Stiftung wird nun mit einer Spende ihren Teil zur Abdeckung der Kosten beitragen, im Gegenzug kommen die Schauspieltrupps aus Paraguay und Uganda für einen Tag nach Lengerich herüber.

Ab 15 Uhr werden sie ihre Stücke „The new Song“ (Mmunye) und „Del otro mundo“ (Aximo Teatro) zeigen. Fremdsprachenkenntnisse seien zum Verständnis nicht erforderlich, versichert Kris Steinbeck. Vorab werde es die nötigen Erläuterungen geben, gespielt werde dann weitgehend ohne Dialoge, dafür umso mehr mit Tanz, Gestik, Farben und Licht. „Es wird eine optische Attraktion.“

Selbstverständlich seien Stücke, die beim Welt-Kindertheaer-Fest gezeigt werden, für ein junges Publikum geeignet, betont das Duo von der Stiftung für Bildung, Kunst und Kultur weiter („ab circa acht Jahre“), aber sie sind sich sicher, dass die Geschichten auch für erwachsene ihren Reiz entfalten werden. Während die Gruppe aus Uganda ihre eigene Situation beleuchtet – die Mitglieder stammen aus Krisengebieten und schwierigen sozialen Verhältnissen – soll es beim Aximo Teatro um das Kommunikationsverhalten der Menschen im Zeitalter von TV, Handys und Computern gehen.

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Der Eintritt wird am 30. Juli frei sein. Es wird jedoch um Spenden gebeten, mit denen die beiden Projekte in Uganda und Paraguay unterstützt werden sollen.

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