Aktionsbündnis pro TWE macht sich für Bahn-Shuttle zur LaGa 2018 in Bad Iburg stark
Eine Chance für die Schiene

Tecklenburger Land -

Mit Vergabe der niedersächsischen Landesgartenschau 2018 an Bad Iburg verspürt das Aktionsbündnis pro TWE Rückenwind für seine Arbeit. In einem „LaGa-Shuttle“ sieht die Initiative eine sinnvolle Alternative zur Anreise mit Auto oder Bus. Die Triebwagen sollen zwischen dem Hauptbahnhof Osnabrück und Bad Iburg pendeln. Zusteigemöglichkeiten könnten in Natrup-Hagen, Lengerich und Lienen eingerichtet werden.

Dienstag, 05.08.2014, 08:08 Uhr

Talent-Triebwagen im Bahnhof Bad Iburg. So kann ein moderner Zug auf der TWE-Strecke im Zuge des „LaGa-Shuttle“ aussehen, schreibt das Aktionsbündnis pro TWE zu diesem Bild vom 24. April 2010.
Talent-Triebwagen im Bahnhof Bad Iburg. So kann ein moderner Zug auf der TWE-Strecke im Zuge des „LaGa-Shuttle“ aussehen, schreibt das Aktionsbündnis pro TWE zu diesem Bild vom 24. April 2010. Foto: Andreas

Nach Vorstellungen von pro TWE könnten die Dieseltriebwagen im Takt zwischen Osnabrück und Bad Iburg verkehren. Für Dr. Rolf Westheider, Sprecher des Bündnisses, eine „Alternative zu stark belasteten Straßen“. Explizit verweist das Bündnis in einer Mitteilung auf die Bundesstraße 51.

Die Vorteile einer solchen Lösung sieht pro TWE nicht nur in der dann notwendigen Sanierung der Schienenstrecke zwischen Lengerich und Bad Iburg. Vielmehr wird darauf gehofft, dass die Bemühungen des Unternehmens Rhein-Sieg-Eisenbahn (Bonn), gemeinsam mit den Landkreisen Steinfurt und Osnabrück den Nordabschnitt der TWE-Strecke (Ibbenbüren bis Versmold) zu reaktivieren, von Erfolg gekrönt werden.

Verhandelt wird nach Angaben des Aktionsbündnisses mit dem Streckeninhaber, der Firma Captrain Deutschland. „Nach einer erfolgreichen Streckenübernahme würde die Rhein-Sieg-Eisenbahn sofort mit einer Instandsetzung der Bahnstrecke beginnen“, heißt es in der Mitteilung.

Würden diese Reparaturen nicht erfolgen, wäre „jeglicher Zugverkehr nach Bad Iburg unmöglich“, ist sich das Bündnis über diese Voraussetzung im Klaren. Schäden an Brücken, Bahndämmen und Gleisen verhindern zurzeit den Zugverkehr. Pro TWE zählt folgende Maßnahmen als „notwendig“ auf: Sanierung der Brücke über die Straße „Zwischen den Wellen“ in Bad Iburg-Ostenfelde; Schwellenwechsel auf einer Strecke von etwa 1900 Metern westlich von Lienen, Austausch von circa 500 Einzelschwellen; Stopfarbeiten auf einer Länge von rund zehn Kilometern; Instandsetzung einiger Bahnübergänge an Wirtschaftswegen, Wiederherstellung der Sichtdreiecke an den Bahnübergängen. Sollte in Lienen ein planmäßiger Stop erfolgen, müsste dort die Bahnsteiganlage erneuert werden.

Die Vorteile des „LaGa-Shuttle“ aus Sicht von pro TWE: Die Besucher der Landesgartenschau hätten einen nur einen Kilometer langen Fußweg bis zum LaGa-Gelände. Die Wege von Auto-Sammelparkplätzen zur Schau wären nicht kürzer. Die Fahrzeuge des „LaGa-Shuttle“ – 35 Minuten von Osnabrück bis Bad Iburg – lägen im Rahmen der Fahrzeit einer Busverbindung. „Eine Bahnfahrt dürfte wesentlich attraktiver sein als eine Stop-and-go-Fahrt mit dem Bus“, ist Rolf Westheider überzeugt.

Dass der „LaGa-Shuttle“ nach 2018 Vergangenheit werden würde, befürchtet das Aktionsbündnis nicht. Der Verein Eisenbahn-Tradition als Betreiber des „Teuto-Express“ ist ein „natürlicher Verbündeter“ für die Reaktivierung der TWE-Strecke. Schließlich könnte der historische Dampfzug dann an seine erfolgreichen Fahrten bis zum Jahr 2010 anknüpfen – und die Idee eines regelmäßigen Ausflugsverkehrs mit Triebwagen zwischen Bad Laer und Ibbenbüren könnte umgesetzt werden.

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