Vogelbörse in der Gempt-Halle
Gefiederte Tiere sind gefragt

Lengerich -

Viele Tiere haben am Sonntag viele Menschen in die Gempt-Halle gelockt. Die Vogelbörse des Vogelschutz und -liebhabervereins Tecklenburger Land war wieder einmal ein Besuchermagnet.

Sonntag, 12.10.2014, 19:10 Uhr

Die meisten Vögel erlebten die Vogelbörse in einem Käfig. Einige wenige Tiere schauten sich das Treiben in der Halle aber auch von oben aus an, sie waren den Züchtern entwischt (kleines Foto).
Die meisten Vögel erlebten die Vogelbörse in einem Käfig. Einige wenige Tiere schauten sich das Treiben in der Halle aber auch von oben aus an, sie waren den Züchtern entwischt (kleines Foto). Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Vogelzüchter und Vogelliebhaber sind Frühaufsteher . Diesen Eindruck bekam man am Sonntag in und an der Gempt-Halle. Bereits vor 9 Uhr waren die Parkplätze dort nahezu komplett belegt und drängten sich viele Besucher in den Gängen zwischen den Käfigreihen.

Kein Wunder, dass sich Manfred Wallenhorst , Vorsitzender des ausrichtenden Vogelschutz und -liebhabervereins Tecklenburger Land , gut gelaunt in einer Pause Kaffee und Brötchen schmecken ließ. „Es läuft gut“, meinte er. Die Zahl der zahlenden Gäste entspreche den Erwartungen. Aussteller seien sogar so viele gekommen wie seit einigen Jahren nicht mehr. Warum das so ist? Manfred Wallenhorst zuckt mit den Schultern. „Das ist wohl das Auf und Ab des Marktes“, hat auch er als Experte keine rechte Erklärung parat.

Herbert Wörmer ist einer dieser vielen Züchter, die Vögel zum Verkauf anbieten. Seit 40 Jahren betreibe er dieses Hobby, erzählt der Rekener. Zum einen, weil es Spaß mache. Zum anderen, weil er sich auch als Naturliebhaber begreife. „Ich möchte den Leuten die Schönheit der Tiere nahebringen“, sagt Herbert Wörner und fügt hinzu: „Wie soll der Mensch denn schützen, was er nicht kennt?“ Für ihn fange diese Arbeit im Kleinen an, „auf dem Balkon, im Garten.“ Dort gelte es, Lebensräume für die heimische Vogelwelt zu schaffen. „Für mich eine Selbstverständlichkeit.“

Eine Selbstverständlichkeit während der Börse ist für viele Händler der Gang in einen der Umsetzkäfige. Das sind große Gitterboxen, in denen die kleinen Vögel vorsichtig von einem Käfig in den anderen verfrachtet werden. Doch es gibt einige wenige, die meinen, sich an diese Vorgabe der Organisatoren nicht halten zu müssen, erzählt einer der freiwilligen Helfer.

Sein Blick geht dabei zur Hallendecke. Dort sitzen zwei Vögel, die sich das Treiben aus luftiger Höhe anschauen und vielleicht auch ihre Freiheit genießen. Lang währen wird die wohl nicht. Mit Lockvögeln würden die Ausreißer am Ende der Börse wieder eingefangen. Wollen die Eigentümer sie dann wieder haben, müssten sie das Dreifache des normalen Preises bezahlen.

Im Hintergrund ist während der vielen Fachplaudereien immer das Gepiepse und Gezwitscher der gefiederten Tiere zu hören. Während viele der kleinen Exemplare in ihren Käfigen herumflattern, sind die größeren Vögel meist eher ruhige Gesellen, die das Treiben drum herum scheinbar gelassen zur Kenntnis nehmen. Vielleicht ist es aber auch einfach nur die noch recht frühe Morgenstunde. Schließlich ist nicht jeder ein Frühaufsteher.

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