Hoffen aufs Nachrücken
Bahnhof hat bei Modernisierungsprogramm keine Priorität

Lengerich -

Schön ist er nicht, der Lengericher Bahnhof. Und ebenso wenig behindertengerecht. Handlungsbedarf gäbe es also. Doch aktuell sieht es nicht danach aus, dass er bei einer sogenannten „Modernisierungsoffensive “ zum Zuge kommt.

Mittwoch, 28.01.2015, 18:01 Uhr

Als Schmuckstück wird den Lengericher Bahnhof wohl kaum jemand bezeichnen. Doch anders als manch anderer Bahnhof im Münsterland wird er in absehbarer Zeit nicht modernisiert.
Als Schmuckstück wird den Lengericher Bahnhof wohl kaum jemand bezeichnen. Doch anders als manch anderer Bahnhof im Münsterland wird er in absehbarer Zeit nicht modernisiert. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Wer als Lengericher viel mit der Bahn im Münsterland unterwegs ist, wird hier und da vielleicht etwas neidisch schauen. Denn dank der „ Modernisierungsoffensive 2“ von Deutscher Bahn , Land und Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) wurden und werden einige Bahnhöfe auf Vordermann gebracht (WN, 13. Januar). Eine konkrete Aussicht, dass das auch in Lengerich passiert gibt es derzeit nicht.

Das sagt Uli Beele , NWL-Pressesprecher. Auf Anfrage unserer Zeitung hat er bei den Experten vom Zweckverband nachgeforscht, warum dem so ist. Demnach gibt es zum einen eine Menge Kriterien, die in die Entscheidungsfindung einfließen. Zum anderen, so Beele, „ist es immer auch eine Verhandlungssache zwischen den Beteiligten.“

Langfristig – also in fünf Jahren und später – sollen nach den Plänen des NWL alle Bahnstationen auf Vordermann gebracht werden. „Aber vielleicht passiert das in Lengerich auch schon eher“, macht er ein wenig Hoffnung. Dafür spreche die Tatsache, dass mit einer durchschnittlichen Fahrgastfrequenz von rund 1500 Personen (montags bis freitags) eine „beachtenswerte Größe“ vorliege und der Bahnhof zudem nicht barrierefrei sei. „Es existiert also ein großer Handlungsbedarf.“

Dies habe auch dazu geführt, dass Lengerich aktuell auf einer „Nachrückerliste“ bei der Modernisierungsoffensive geführt werde. Wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, von dort entscheidend nach vorne zu rutschen, vermochte der NWL-Sprecher allerdings nicht zu sagen. Immerhin: Der Modernisierungs-Zug scheint noch nicht abgefahren zu sein.

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