Vergabe Zugverkehr ab 2017 im Teutoburger Wald-Netz: Keine Nachprüfung
Westfalenbahn macht Rückzieher

Tecklenburger Land/Lengerich -

Die Westfalenbahn hatte im November 2014 nach dem Vergabeverfahren für das Teutoburger Wald-Netz durch den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) Widerspruch eingelegt, weil der NWL den neuen Netzbetreiber – die Europabahn – verkündete, bevor die Widerspruchsfrist gegen die Vergabe abgelaufen war. Jetzt hat die Westfalenbahn ihren Nachprüfungsantrag zurückgezogen.

Dienstag, 30.06.2015, 17:06 Uhr

 
  Foto: Peter Beckmann

Das Unternehmen Westfalenbahn hat nach eigenen Angaben seinen Nachprüfungsantrag im Vergabeverfahren Teutoburger Wald-Netz zurückgenommen. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Dienstag hervor.

Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) hatte im November des vergangenen Jahres mitgeteilt, dass ab Dezember 2017 die Eurobahn das Teutoburger Wald-Netz – dazu gehört die Teutobahn R 66 Münster-Osnabrück – betreiben werde. Allerdings hatte der NWL diese Neuigkeit verkündet, bevor die Widerspruchsfrist zum Vergabeverfahren abgelaufen war und das Vergabeverfahren damit noch nicht rechtskräftig.

Die Vergabekammer Westfalen war Ende Februar der Argumentation der Westfalenbahn gefolgt. Jetzt macht das Unternehmen einen Rückzieher, weil es sich „in der Zwischenzeit ausreichend Rechtsklarheit auf anderem Wege“ verschafft hat. Als Beispiel wird auf die obergerichtliche Entscheidungspraxis in vergleichbaren Verfahren verwiesen. Die Weiterführung vor dem Oberlandesgericht wolle man „weder den Aufgabenträgern noch allen weiteren Beteiligten zumuten“, heißt es wörtlich in der Pressemitteilung der Westfalenbahn. Diese hat seit 2007 den Nahverkehr auf der Schiene zwischen Ostwestfalen und der niederländischen Grenze betrieben.

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