Initiative Qualitätsmedizin: Helios-Klinik einziger Teilnehmer aus dem Münsterland
Weiterbildung trägt Früchte

Lengerich -

Warum sie die Einzigen sind im Münsterland, die sich diesem Qualitätsvergleich stellen, wissen Dr. Matthias Wankmüller und Arne Hesselmann nicht. Der Ärztliche Direktor der Helios-Klinik und der Pflegedienstleiter sind mit den von der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) übermittelten Ergebnissen aus dem Jahr 2014 für das Haus an der Martin-Luther-Straße sehr zufrieden.

Samstag, 25.07.2015, 08:07 Uhr

Wie gut an einer Klinik gearbeitet wird im Vergleich zu anderen Krankenhäusern, lässt sich aus der Studie der Initiative Qualitätsmedizin ablesen. Die Ergebnisse für das Jahr 2014 liegen jetzt vor.
Wie gut an einer Klinik gearbeitet wird im Vergleich zu anderen Krankenhäusern, lässt sich aus der Studie der Initiative Qualitätsmedizin ablesen. Die Ergebnisse für das Jahr 2014 liegen jetzt vor. Foto: Helios-Klinik

Von den Aussagen her „gibt es nichts Vergleichbares in Deutschland“, sagt Matthias Wankmüller . Das nur gut 300 von insgesamt rund 2000 Krankenhäusern in der IQM mitmachen, ficht die beiden nicht an. Das Statistische Bundesamt sammle ebenfalls zahllose Daten. „Aber bei der IQM ist das alles griffiger aufgearbeitet“, meint Arne Hesselmann und verweist auf „gute und schlechte Zahlen“, die dort auch für medizinische Laien zugänglich und verständlich aufgelistet würden.

21 von 22 Qualitätszielen sind in der Helios-Klinik Lengerich erreicht worden. Die Zielwerte entsprechen dem Durchschnitt der von den Bundesstatistikern ermittelten Zahlen. Dass trotz aller ärztlichen Bemühungen ein Patient verstirbt, „kommt vor“, sagt der Mediziner. Man hört ihm an, dass er das nur schwer akzeptieren kann. An der Helios-Klinik ist ein Patient nach der Implantation eines künstlichen Kniegelenks verstorben. „Es lag nicht an der Operation“, erläutert der Ärztliche Direktor und verweist auf gut 200 Knieoperationen jährlich. „Seit acht Jahren machen wir das, im vergangenen Jahr hat es den ersten Todesfall gegeben.“

Ein ganz wichtiger Faktor für gute Arbeit, da sind sich die beiden Männer einig, ist die Fort- und Weiterbildung. Das beziehen sie ausdrücklich nicht nur auf junge Kolleginnen und Kollegen. Einmal im Monat gibt es eine Ärzterunde. „Thema ist dann ein von einem Kollegen ausgewählter Fall“, erzählt der Ärztliche Direktor. In großer Runde werde diskutiert, ob alles wie vorgesehen abgelaufen sei, wo möglicherweise etwas geändert werden sollte.

Für den Pflegebereich gelte das entsprechend. „Bei uns pflegen die Pflegekräfte“, verweist Arne Hesselmann auf Krankenhäuser, in denen die Pflegekräfte auch Putzarbeiten übernehmen müssten. Fachliche Weiterbildung und „learning by the job“ gingen Hand in Hand.

Eines ist Mediziner und Pflegechef wichtig: „Fortbildungen bezahlt Helios. Komplett.“ Dass Pharmafirmen einlüden, lasse sich kaum umgehen. Aber die Gesamtkosten für den teilnehmenden Helios-Mitarbeiter bezahle der Konzern. „Da gibt es keinerlei Probleme“, verweist Matthias Wankmüller auf eine entsprechende Vorgabe.

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Die IQM-Zahlen für die Helios-Klinik Lengerich sind auf der Internetseite (www.helios-kliniken.de/klinik/lengerich/medizinische-qualitaet/helios-qualitaetskennzahlen.html) zu finden.

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