Eisenbahnfreunde kaufen Grundstück
Ein wichtiger Zug

Lengerich -

Nach rund drei Jahren haben die Bemühungen Früchte getragen: Die Eisenbahnfreunde Lengerich haben das Grundstück gekauft, auf dem ihr Feldbahn-Museum steht. Im Auftrag der Bahn hat es die Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft NRW veräußert.

Dienstag, 22.09.2015, 07:09 Uhr

Das Feldbahn-Museum der Eisenbahnfreunde ist reich mit Ausstellungsstücken bestückt. Nun gehören dem Verein nicht mehr nur die Exponate, sondern auch der Grund und Boden, auf dem sie stehen.
Das Feldbahn-Museum der Eisenbahnfreunde ist reich mit Ausstellungsstücken bestückt. Nun gehören dem Verein nicht mehr nur die Exponate, sondern auch der Grund und Boden, auf dem sie stehen. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Die Eisenbahnfreunde Lengerich können aufatmen. Die Verhandlungen mit der Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft NRW ( BEG ) zum Ankauf der rund 1,15 Hektar großen Museumsfläche entlang der Lienener Straße sind jetzt zu einem Abschluss gekommen: Der Kaufvertrag für die Immobilie ist geschlossen; die Eisenbahnfreunde können ab sofort das seit 1979 genutzte Gelände ihr Eigentum nennen.

Nicht allein der Kooperationsbereitschaft seitens der Bahn, in deren Auftrag die BEG das Grundstück veräußert, sei es zu verdanken, dass der Erwerb realisiert werden konnte, heißt es in einer Pressemitteilung. BEG-Geschäftsführer Volker Nicolaus lobte auch den Einsatz der Vereinsmitglieder. Diese hätten mit viel Engagement alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Flächenerwerb zu ermöglichen und damit den Fortbestand des Museums zu sichern.

Der mit knapp 70 000 Euro für die Flächengröße zwar überschaubare, jedoch für einen knapp 50 Mitglieder zählenden Verein beachtliche Kaufpreis für das Grundstück inklusive Stellwerk und Kohlenbunker, sowie ein Großteil der mit dem Kauf verbundenen Nebenkosten konnten dank eines „kreativen Zahlungsplans“ der BEG und mittels eines Spendenaufrufes realisiert werden, so die beiden Vertragsparteien weiter.

Rund drei Jahre, sagt Uwe Stieneker, hätten sich die Gespräche hingezogen. Der Vorsitzende der Eisenbahnfreunde zeigt sich überaus zufrieden, dass diese Episode nun abgeschlossen ist. Der besondere Dank des Vereins gilt der Stadt, der Stadtsparkasse, der Gesellschaft zur Förderung gemeinnütziger Zwecke im Kreis Steinfurt, verschiedenen Privatspendern und der Nordrhein-Westfalen-Stiftung, die als erste eine Förderzusage gemacht und damit eine Vorreiterrolle eingenommen habe. Aber auch die BEG leistete einen signifikanten Beitrag. Rund 15 Prozent des Kaufpreises aus der Entwicklung des Geländes an der Lienener Straße, auf dem der ehemalige Güterschuppen stand (jetzt Netto), seien an den Verein gegangen.

Trotz alledem klafft nach den Worten der Eisenbahnfreunde noch immer eine Finanzierungslücke von circa 7000 Euro, um auch die noch fällige Vermessung und Abmarkung des Geländes zu decken. Dafür werden weitere Spender gesucht.

Neben der monetären Hürde galt es auch die verschiedenen technischen Restriktionen zu berücksichtigen: Die genaue Grundstücksabgrenzung wurde unter anderem aufgrund vorhandener Masten und Leitungen zu einer Herausforderung. Dabei sei wiederum eine enge Abstimmung zwischen den Akteuren mit der DB Netz AG unerlässlich gewesen.

Aktuell bietet die Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft noch eine 1500 Quadratmeter große Fläche der DB an der Lienener Straße zum Verkauf an.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3524389?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F4849552%2F4849556%2F
Nachrichten-Ticker