Börse in Lengerich
Das Mekka der Vogelfreunde

Tecklenburger Land -

130 Züchter präsentieren auf addierten 250 Metern Tischlänge ihre gefiederten Freunde. „Zwischen 3000 und 4000 Vögel“, schätzt Manfred Wallenhorst, „sind heute in der Halle.“ Der Vorsitzende des ausrichtenden Vereins freut sich über die große Vielfalt der Rassen, die vertreten sind.

Sonntag, 11.10.2015, 17:10 Uhr

Gute Miene zum „bösen“ Spiel des Sittichs macht Züchter Horst Leuschner. Mit einem Lächeln quittiert er das Knabbern des Sittichs an seinem Finger.
Gute Miene zum „bösen“ Spiel des Sittichs macht Züchter Horst Leuschner. Mit einem Lächeln quittiert er das Knabbern des Sittichs an seinem Finger. Foto: Michael Baar

Zum Mekka für Vogelliebhaber ist am Sonntag die Gempt-Halle in Lengerich geworden. Der Vogelschutz- und -liebhaberverein Tecklenburger Land hat zur Vogelbörse geladen. 130 Züchter präsentieren auf addierten 250 Metern Tischlänge ihre gefiederten Freunde. „Zwischen 3000 und 4000 Vögel“, schätzt Manfred Wallenhorst , „sind heute in der Halle.“

Der Vorsitzende des ausrichtenden Vereins freut sich über die große Vielfalt der Rassen. Von Sittichen, Kanarien und Exoten reicht die Palette bis zu europäischen Wildvögeln. Der Dompfaff sei beispielsweise ein häufiger Zuchtvogel, berichtet er. Etwa 1000 Besucher aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden die Vogelbörse besuchen. „Ein paar Niederländer sind auch immer da.“

Manfred Wallenhorst züchtet auch Vögel. „Papageien“, sagt er mit einem Lachen und präzisiert: Doppel-Gelbkopfamazone, Graupapagei, rosa Kakadu. Angefangen hat er allerdings mit Wellensittichen, als Kind. Als Jugendlicher sattelt er um auf Papageien, „weil ich das immer schon wollte“. Das war Ende der 1980er Jahre.

Die Begeisterung für die Papageien hat ihn nie verlassen. „Die etwas größeren Vögel und die schwierige Zucht“ – an seiner Motivation hat sich nichts geändert. Einfach einen Hahn und eine Henne zusammenbringen und der Nachwuchs ist nur noch eine Frage der Zeit? Manfred Wallenhorst lacht. Bei Papageien sei es nicht mal sicher, dass sie sich paaren.

Wenn die Partner sich nicht verstehen, müsse man einen wegnehmen. Hacken sei ein Signal, das auf eine mangelnde Sympathie zwischen den Tieren hindeuten könne. Dann muss er weiter, der Vorsitzende des ausrichtenden Vereins ist bei der Börse ein gefragter Mann – nicht nur als Züchter.

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