Bio-zertifiziertes Bier aus Lengerich
Mit Malz wird der Geschmack gesteuert

Lengerich -

Aus ihrem Hobby ist ein Nebenerwerb geworden. Rund 4000 Flaschen Pale Ale aus ihrer Brauerei Lengerich bringen Björn Heemann und Christian Schäfer auf den Markt. Im Mai soll eine zweite Sorte – ein Weizen – auf den Markt kommen.

Samstag, 23.04.2016, 11:04 Uhr

Eine eigene Brauerei haben Björn Heemann (links) und Christian Schäfer vor sechs Jahren gegründet. Die beiden Lengericher betreiben ihr Hobby als Nebenerwerb. Abgefüllt wird ihr Teutoburger Pale Ale mit Bio-Zertifikat in Ostwestfalen.
Eine eigene Brauerei haben Björn Heemann (links) und Christian Schäfer vor sechs Jahren gegründet. Die beiden Lengericher betreiben ihr Hobby als Nebenerwerb. Abgefüllt wird ihr Teutoburger Pale Ale mit Bio-Zertifikat in Ostwestfalen. Foto: Michael Baar

Das Deutsche Reinheitsgebot für Bier gilt als das älteste Lebensmittelgesetz der Welt. Hopfen, Wasser und Malz werden darin als einzig zulässige Rohstoffe für den Gerstensaft genannt. Björn Heemann und Christian Schäfer gehen einen Schritt weiter. Ihr Bier ist Bio-zertifiziert. „Unseres Wissens nach das einzige Pale Ale in Bio-Qualität auf dem deutschen Markt“, sagen die Lengericher.

Sie betreiben die „Teutoburger Brauerei “, „ein reiner Nebenerwerb“. Im Hauptberuf ist Björn Heemann Bankkaufmann, Christian Schäfer arbeitet als kaufmännischer Angestellter. 2010 haben sie ihr Hobby auf professionellere Beine gestellt. „Wir waren die ständigen Fragen, könnt ihr mal was brauen, leid“, lacht Christian Schäfer.

Schon damals hat das Duo immer wieder was Neues ausprobiert. „Mit dem Malz kann man den Geschmack steuern“, sagt Björn Heemann. Für ihr Pale Ale beziehen sie das Gerstenmalz aus einer Mälzerei in Süddeutschland. Bio-Ware, versteht sich. Der Hopfen hat einen weiten Weg hinter sich. „Es ist ein spezieller Bio-Hopfen aus Kalifornien, der für das Zitrus-Aroma sorgt.“ Christian Schäfer öffnet eine Flasche und schenkt ein. Ein kleiner Schluck bestätigt seine Aussage. Das angenehme Gefühl auf der Zunge bleibt.

Abgefüllt wird das Teutoburger Bier in einer Brauerei in Ostwestfalen. Rund 4000 Flaschen produzieren die beiden. Eine Jahresmenge, die sich theoretisch auch per Hand abfüllen ließe. Bei einer Minute pro Flasche wäre das nach knapp drei Tagen erledigt – wenn man durcharbeitet.

Die Rezeptur knobeln die beiden Lengericher immer erst für eine kleine Menge aus. Wenn das Ergebnis schmeckt, rechnen sie die Mengen hoch. In der Brauerei wird dann entsprechend gemischt und – ganz wichtig – probiert. Schließlich können schon kleine Abweichungen große Wirkung zeigen.

Vor zwei Jahren hatten Christian Schäfer und Björn Heemann ihren ersten öffentlichen Auftritt in Lengerich . Beim Brunnenfest servierten sie ihr Teutoburger Bier. Es ist ein Pale Ale (Anmerkung der Redaktion: obergäriges, helles, hopfenbetontes Bier) geworden, „weil wir uns abheben wollen“. Angefangen haben sie mit einem Altbier. Doch das wird im Tecklenburger Land nicht so oft getrunken.

Im Mai wollen sie ihr Sortiment erweitern. Dann soll ein Weizenbier unter dem Teutoburger-Logo auf den Markt kommen. „Eine dritte Sorte wäre auch noch schön“, sinniert Björn Heemann. Aber das ist (noch) Zukunftsmusik.

Wer Durst aufs Porter Ale bekommen hat: Das Teutoburger Bier gibt´s bei Getränke Rücker in Flaschen sowie im Hexenhäuschen vom Fass. Zu einem angemessenen Preis, „weil wir Qualität bieten“. Heute werden sich die beiden Freunde, die sich seit der Schule kennen, anstoßen. Nicht nur auf 500 Jahre Deutsches Reinheitsgebot oder den „Tag des Bieres“ – Björn Heemann hat Geburtstag.

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