Abschied von Pfarrer Karl Jasbinschek
Auf dem Weg wie die Apostel

Lengerich -

Nach fünfeinhalb Jahren verlässt Pfarrer Karl Jasbinschek die katholische Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen. Nicht nur Gemeindemitglieder sagten dem 60-Jährigen Dank für sein Wirken und trugen zu einem sehr emotionalen Abschiedsgottesdienst bei.

Sonntag, 24.04.2016, 19:04 Uhr

Ein gewohntes Bild: Karl Jasbinschek geht bei der Predigt auf die Menschen zu. Das ist bei seinem Abschiedsgottesdienst am Samstag auch so.
Ein gewohntes Bild: Karl Jasbinschek geht bei der Predigt auf die Menschen zu. Das ist bei seinem Abschiedsgottesdienst am Samstag auch so. Foto: Michael Baar

Die Freude steht Karl Jasbinschek ins Gesicht geschrieben. Das volle Gotteshaus zeige, „dass wir einen guten gemeinsamen Weg hatten“, stellt der katholische Pfarrer fest. Der ist jetzt zu Ende. Am 21. Mai wird der 60-Jährige als neuer Pfarrer der Kirchengemeinde St. Willehad in Nordenham eingeführt.

Eine Herausforderung, die er auf Wunsch des Bischofs annimmt. 3500 Gemeindemitglieder, die gerade eine Fusion mitgemacht haben, dazu ein Diakon und er. Mit innerer Freude Christ sein und das vermitteln – so will er diese Aufgabe angehen.

Katholische Kirchengemeinde Lengerich verabschiedet Pfarrer Karl Jasbinschek

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  • Den musikalischen Part des Abschieds-Gottesdienstes gestaltete unter anderem der Kirchenchor St. Margareta unter der Leitung von Stefan Rauch.

    Foto: Michael Baar
  • Nach fünfeinhalb Jahren als leitender Pfarrer verlässt Karl Jasbinschek die Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen.

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  • Den Abschiedsgottesdienst zelebrierte Karl Jasbinschek (Mitte) gemeinsam mit seinen Kollegen Andreas Lüke, Andreas Rösner, Pater Hans-Michael Hürter, Günter Witthake, Hermann Roling und Pater John (von links).

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  • Franz-Josef Konermann, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands, wertete über 300 Teilnehmer am Abschiedsgottesdienst als deutliches Zeichen für die Verbundenheit der Kirchengemeinde und der Stadt mit Karl Jasbinschek.

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  • „Du setzt Dich jetzt mal hin!“ Pfarrer Günter Witthake (am Pult) bescheinigte dem Scheidenden, „ein Herz für alle“ zu haben.

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  • Pfarrer Günter Witthake mit einem Lächeln über Karl Jasbinschek: „Er spricht manchmal leise und wenn man ihm das sagt, versteht er schlecht.“

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  • Dr. Alois Thomes, Vorsitzender des Pfarreirates Seliger Niels Stensen, hätte die Abschiedsworte „lieber erst in einigen Jahren“ gesprochen.

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  • Der Pfarrer als Fahrer: Symbolisch steht der Bus, den Dr. Alois Thomes Karl Jasbinschek überreicht, für dessen Wirken: Er war für alle offen und hat alle mitgenommen.

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  • Die Kirchengemeinde dankt Pfarrer Karl Jasbinschek mit einer Stola und einem Gutschein für ein Talar.

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  • „Er hat der ganzen Stadt gut getan“, bescheinigte Bürgermeister Wilhelm Möhrke dem scheidenden Karl Jasbinschek.

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  • Große Freude löst Pfarrer Torsten Böhm von der evangelischen Kirchengemeinde mit seinen Dankesworten und dem Modell der Margareta-Kirche aus dem Maßwerk der Stadtkirche bei seinem katholischen Amtsbruder aus.

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  • Die Dankesworte der Jugend spricht Nina Hinrichsmeyer. Als Abschiedsgeschenk für Karl Jasbinschek überreichen sie einen Pilgerstab mit Jakobsmuschel als „Dank für das Vertrauen, das Sie uns entgegengebracht haben“.

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  • „Wir müssen uns auf den Weg machen wie die Apostel“, sagt Karl Jasbinschek. Er übernimmt die Pfarrstelle in St. Willehat in Nordenham.

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  • Zum Gottesdienst sind auch persönliche Freunde von Karl Jasbinschek gekommen wie Christoph Schaffeld (blaue Jacke).

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  • Voller als Weihnachten oder Ostern war die Marareta-Kirche beim Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Karl Jasbinschek.

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  • In der Mensa des Schulzentrums nutzten viele Menschen die Gelegenheit, sich persönlich von Karl Jasbinschek zu verabschieden.

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  • Kleine Geschenke gab es für die scheidenden Pfarrer.

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  • Dankesworte und gute Wünsche für die neue Aufgabe gaben viele Teilnehmer Karl Jasbinschek mit auf den Weg.

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  • In der Mensa überwog die Freude, fünfeinhalb Jahre mit Karl Jasbinschek gemeinsam auf dem Weg gewesen zu sein.

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  • Eine Kerze haben Kinder für den Pfarrer verziert.

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  • Dankesworte gab es auch von vielen Lehrern der Lengericher Schulen.

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  • Persönliche Worte zum Abschied für Karl Jasbinschek.

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  • Danke und die Hoffnung auf ein Wiedersehen.

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  • Im Dialog: Pfarrerin Ulrike Wortmann-Rotthoff und ihr Kollege Torsten Böhm (rechts) von der evangelischen Kirchengemeinde und Werner Recker, Koordinator der ökumenischen Sternsingeraktion.

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  • Bürgermeister Wilhelm Möhrke (rechts) und Superintendent André Ost im Gespräch.

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  • Mit einem selbst getexteten Lied verabschiedete der Kirchenchor Karl Jasbinschek.

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Am Samstagabend steht Karl Jasbinschek im Mittelpunkt. Nicht nur beim Abschiedsgottesdienst in der St.-Margareta-Kirche, auch beim anschließenden Beisammensein in der Aula des Schulzentrums. Dabei wird deutlich, dass er in den fünfeinhalb Jahren als leitender Pfarrer der Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen nicht nur Spuren hinterlassen hat, sondern Herzen gewonnen. „Er hat was zu sagen, tröstet, berät, ist dabei, redet wie einer, der davon überzeugt ist von dem, was er tut – das hat uns gut getan“, stellt Günter Witthake im Namen des Seelsorge-Teams Seliger Niels Stensen fest. „Du hinterlässt Spuren in Größe 56 und wir wissen leider nicht, was kommt“, sagt der Geistliche.

Dr. Alois Thomes erinnert an die „große Betroffenheit in der Kirchengemeinde“, als die Nachricht vom Abschied Karl Jasbinscheks die Runde macht. Der Vorsitzende des Pfarreirates spricht von einem „großartigen Teamplayer“, der das Engagement der Laien geschätzt und gefördert habe und „als Partner in vielen Dingen fehlen“ werde.

Bürgermeister Wilhelm Möhrke sorgt sich, dass „immer weniger Menschen zum Christ sein stehen“. Jetzt schicke die Kirche „einen ihrer besten Männer“ zu den Friesen, die noch sturer als die Westfalen sein sollen. „Sie haben der ganzen Stadt gut getan“, gibt er dem Scheidenden mit auf den Weg.

„Schade, dass Du gehst“, stellt Torsten Böhm als Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde fest. Die Wertschätzung, die Karl Jasbinschek allen Menschen entgegengebracht habe, könne man nicht lernen, „die ist da“, so der Pfarrer.

Mit einem Pilgerstab dankt Nina Hinrichsmeyer im Namen der Pfarrjugend für das Vertrauen, dass Karl Jasbinschek ihnen entgegengebracht habe, unter anderem beim Umsetzen neuer Ideen.

Beim anschließenden Beisammensein in der Mensa des Schulzentrums nutzen viele Menschen die Gelegenheit, sich von ihm zu verabschieden. Der 60-Jährige freut sich über viele gute Wünsche, gerade auch von der Arche-Gemeinschaft, und sieht sich im Auftrag der Apostel unterwegs: „Wir müssen den Menschen ihre Kompetenzen wiedergeben und sie ermutigen, den Weg Gottes mitzugehen.

 

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