Mitmach-Konzert des MGV Antrup
Ausgelassenes Gesangs-Happening

Lengerich -

Die Idee ist gut angekommen: Zum 65-jährigen Bestehen hat der MGV Antrup zu einem Mitmach-Konzert im Festsaal der LWL-Klinik eingeladen. Zahlreiche Besucher kamen, um zu hören und zu singen.

Montag, 25.04.2016, 15:04 Uhr

Mitsingen ist ganz einfach, wenn wie beim Konzert des MGV Antrup Edwin Kohnhorst und Ines Barkmann die Besucher mit einer großen Auswahl bekannter Melodien erfreuen.
Mitsingen ist ganz einfach, wenn wie beim Konzert des MGV Antrup Edwin Kohnhorst und Ines Barkmann die Besucher mit einer großen Auswahl bekannter Melodien erfreuen. Foto: Dario Sellmeier

„Marmor, Stein und Eisen bricht“ schallt es am Samstagabend im Festsaal der LWL-Klinik aus vollen Kehlen. Schon bei den letzten Takten des ersten Liedes stimmt das Publikum mit ein – dabei ist Hälfte eins des ersten Lengericher Mitsing-Konzertes eigentlich noch dessen Ausrichter, dem MGV Antrup, vorbehalten.

Doch mit diesem Einstieg hat der Chor schon einen Teil seines Zieles erreicht: die Chormusik von ihrem antiquierten Image befreien und für die Zukunft öffnen. „Natürlich haben wir ähnlich wie andere einen ziemlich hohen Altersdurchschnitt“, erläutert Pressewart Martin Schwarz , „deswegen dachten wir uns, wir versuchen es mal mit so einer lockeren Aktion, um Interessierten eine Brücke zu bauen.“ Denn dass die Liebe zum Singen in der Gruppe ungebrochen ist, zeige die gute Resonanz.

„Jetzt geht es darum, denen, die auf den Geschmack gekommen sind, die unverbindliche Möglichkeit zum Weitermachen zu geben.“ Zum 65. Geburtstag steht dem Verein das intelligente Konzept aus Eigenwerbung und musikalischem Gemeinschaftserlebnis gut zu Gesicht.

Die kernigen Männer auf der Bühne trauen sich unter dem versierten Dirigat von Klaus-Wilhelm Görtz auch an moderne Popsongs wie „An Tagen wie diesen“ heran, laden den Saal förmlich mit Energie und Elan auf.

Und legen damit den Grundstein für die zweite Hälfte, die zu einem ausgelassenen gesanglichen Happening werden soll. Die Songtexte werden zwar laufend auf Leinwand projiziert, das Publikum erweist sich aber als ausgesprochen textsicher.

Das liegt auch an der Auswahl der Stücke. Einen großen Blumenstrauß der Musikgeschichte hat das sympathische Moderationsduo – Edwin Kohnhorst am Flügel und Ines Barkmann am Mikrofon – gebunden: ob Grönemeyers „Männer“, „Waterloo“ von Abba , Helene Fischers „Atemlos“ oder „Es gibt kein Bier auf Hawaii “ von Paul Kuhn: Für jeden Besucher ist etwas dabei. Ines Barkmann versteht es blendend, jeder Stimmlage ihren Raum zu geben. Falsche Töne sind kein Problem, in der ungezwungenen Atmosphäre kommt so mancher aus sich heraus.

„An Tagen wie diesen haben wir noch ewig Zeit“ heißt es im Lied der Toten Hosen zum Abschluss, und am liebsten würde auch wohl keiner schon aufhören, denn ebenso laut, wie gerade noch gesungen wurde, wird jetzt eine Zugabe nach der anderen gefordert. Ein gutes Zeichen für den MGV, der hofft, viele angehende Sänger vielleicht schon heute um 20 Uhr oder einem der nächsten Montage in der Kronenburg wiederzusehen.

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