W&H mit ambitionierten Zielen
„Wollen großes Stück vom Kuchen“

Lengerich -

Gute Stimmung in der Verpackungsbranche. Davon will der Maschinenbauer Windmöller & Hölscher profitieren und setzt sich ambitionierte Ziele. In drei Jahren soll der Umsatz um etwa 130 Millionen Euro auf 850 Millionen Euro steigen.

Donnerstag, 02.06.2016, 11:21 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 02.06.2016, 07:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 02.06.2016, 11:21 Uhr
Blicken in Düsseldorf mit großer Zuversicht in die Zukunft: Dr. Jürgen Vutz und Peter Steinbeck. Die beiden W&H-Manager wollen in den kommenden drei Jahren den Umsatz des Familienunternehmens auf 850 Millionen Euro steigern. Gleichzeitig werden Gebäude und Büros in Lengerich modernisiert.
Blicken in Düsseldorf mit großer Zuversicht in die Zukunft: Dr. Jürgen Vutz und Peter Steinbeck. Die beiden W&H-Manager wollen in den kommenden drei Jahren den Umsatz des Familienunternehmens auf 850 Millionen Euro steigern. Gleichzeitig werden Gebäude und Büros in Lengerich modernisiert. Foto: Wilhelm Schmitte

Kein Zweifel: Windmöller  & Hölscher (W&H) macht sich zum Jubiläum 2019 die Geschenke selbst und setzt sich ehrgeizige Ziele. Neue Büros, Werkshallen und Technik-Ausstellungsräume sowie ein Umsatz von 850 Millionen Euro in der Gruppe. Dann will der renommierte Maschinenbauer das 150-jährige Bestehen feiern. Mit einer nie da gewesenen Modernisierung und den besten Zahlen in der Firmengeschichte.

Das Vorhaben wird gelingen. Davon ist jedenfalls das Management überzeugt. „Der Verpackungsdruck bietet Chancen. Um vier bis fünf Prozent geht es nach oben,“ glaubt Dr. Jürgen Vutz . „Wir wollen ein größeres Stück von diesem Kuchen,“ gibt der Vorsitzende der W&H-Geschäftsführung die Richtung vor. Peter Steinbeck stimmt zu. Der Geschäftsführer sieht das heimische Hightech-Unternehmen dafür glänzend aufgestellt.

W&H zeigt Spitzen-Technologie

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  • Auch optisch fällt der W&H-Stand in Düsseldorf sofort ins Auge Foto: Wilhelm Schmitte
  • Blickfang in Halle 15

    Foto: Wilhelm Schmitte
  • Blick auf den Stand

    Foto: Wilhelm Schmitte
  • Fachbesucher und W&H-Vertreter aus aller Welt treffen sich in Düsseldorf Foto: Wilhelm Schmitte
  • Gleich am ersten Messetag herrscht reger Besucherandrang

    Foto: Wilhelm Schmitte
  • Die Miraflex wird dem staunenden Publikum vorgeführt

    Foto: Windmöller & Hölscher
  • Die Maschinenvorführungen stoßen auf großes Interesse

    Foto: Windmöller & Hölscher
  • W&H zeigt Spitzen-Technologie Foto: Wilhelm Schmitte
  • Das rote W&H-Logo sticht sofort ins Auge Foto: Wilhelm Schmitte
  • Garant-Geschäftsführer Dieter Schallenberg erhofft sich von der Messe eine Menge

    Foto: Wilhelm Schmitte
  • Der Garant-Stand

    Foto: Wilhelm Schmitte

Das muss es auch sein, schließlich schläft die Konkurrenz in Deutschland, Italien, Spanien und Österreich nicht. Vutz: „Wir haben ein sehr hartes Wettbewerbsumfeld. Die Preise stehen weltweit unter Druck.“

Doch die Lengericher halten im siebten Jahr des Wachstums mit Neuentwicklungen, Wissen und Können (erfolgreich) dagegen. „Wir verkaufen unseren Kunden nicht nur Maschinen, sondern Lösungen.“ Diese Strategie zeigt Wirkung. W&H hat in allen Bereichen Marktanteile gewonnen, berichtet Vutz. „Im Bedrucken von flexiblen Verpackungen sind wir unschlagbar,“ ergänzt Steinbeck. Die Miraflex-Flexodruckmaschine ist beispielsweise mehr als 400 Mal verkauft worden. Ein Bestseller freut sich Steinbeck. Auf der „drupa“ stellt das Unternehmen jetzt eine neue Generation der Druckmaschine vor.

Für dieses Jahr ist das Unternehmen fast ausgelastet. Im tschechischen Prostějov, dort sind mehrere Hundert Beschäftigte tätig, ist ein weiterer Ausbau des Werks vorgesehen.

Mit dem Anspruch, Mitarbeitern in den Büros in Lengerich optimale Bedingungen bieten zu wollen, wird seit Jahren neu gebaut und modernisiert. Der Betrieb sucht beispielsweise hoch qualifizierte Servicetechniker, die weltweit unterwegs sind. „Wir haben besonders in diesem Bereich Schwierigkeiten, entsprechend qualifizierte Leute zu finden,“ räumt Vutz ein. Ein Hidden Champion (das sind relativ unbekannte mittelständische Betriebe, nicht selten Marktführer) wie W&H sei eben noch nicht so präsent wie Claas oder Miele.

Welche Bedeutung das Unternehmen für Lengerich hat, verdeutlicht eine Zahl. Auf jeden W&H-Arbeitsplatz kommen nach Schätzungen von Jürgen Vutz fünf Arbeitsplätze in der Region. Allein in Lengerich beschäftigt die W&H-Gruppe 1850 Menschen.

In Düsseldorf zeigen die Lengericher auf dem knapp 1000 Quadratmeter großen Stand und mit 150-köpfiger Mannschaft drei Maschinen. Auch auf der Kunststoffmesse im Oktober ist W&H präsent. Für beide Messen ist laut Vutz ein Millionen-Budget erforderlich. Indiz dafür, welch hohen Stellenwert beide Veranstaltungen für W&H haben.

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