Zehn Jahre katholische Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen
„Wir wollen Freunde sein“

Lengerich -

Vor zehn Jahren ist die katholische Pfarrgemeinde Seliger Niels Stensen entstanden. Es war der Zieleinlauf nach mehreren langen Etappen, erzählt Dr. Alois Thomes, Vorsitzender des Pfarreirates, im Gespräch mit unserem Redakteur Michael Baar. Und ein gewisser Druck des Bistums war auch dabei, denn der Bischof von Münster unterstützte seinerzeit Fusionen von Kirchengemeinden.

Freitag, 10.06.2016, 21:06 Uhr

Mit einer Prozession vom Rathausplatz zur Kirche St. Margareta wurde vor zehn Jahren die Feier der Fusion der katholischen Kirchengemeinden zur Pfarrei Seliger Niels Stensen eröffnet. Daran wird heute in der Messe um 17.30 Uhr erinnert.
Mit einer Prozession vom Rathausplatz zur Kirche St. Margareta wurde vor zehn Jahren die Feier der Fusion der katholischen Kirchengemeinden zur Pfarrei Seliger Niels Stensen eröffnet. Daran wird heute in der Messe um 17.30 Uhr erinnert. Foto: Pfarrei Seliger Niels Stensen

Wann sind die ersten Gespräche geführt worden?

Alois Thomes : Schon 1999 begannen erste Gespräche in den vier Gemeinden St. Margareta Lengerich/St. Hedwig Leeden, Maria Frieden Lienen , St. Christophorus Ladbergen und St. Michael Tecklenburg über mögliche Formen der Kooperation.

Wie lange hat es gedauert, bis ein erstes Etappenziel erreicht war?

Alois Thomes: Der Weg der Annäherung war lang und es wurde sicher auch der eine oder andere Umweg gegangen. Aber im Sommer 2001 war die erste Etappe mit der Gründung der Seelsorge-Einheit Lengerich/Lienen absolviert.

Wer kam als nächstes mit ins Boot?

Alois Thomes: St. Christophorus Ladbergen. Die Gemeinde hat sich am ersten Advent 2003 der Seelsorge-Einheit angeschlossen.

Mit dem Beitritt von Tecklenburg war vor zehn Jahren die Seelsorge-Einheit komplett?

Alois Thomes: Das war, am 11. Juni 2006, der entscheidende Schritt zur Fusion der vier Gemeinden zur Pfarrei Seliger Niels Stensen .

Aus Vier mach Eins nicht nur bei den Hauptamtlichen?

Alois Thomes: Neben dem gemeinsamen Seelsorgeteam sind ein Pfarrgemeinderat, heute Pfarreirat , und ein Kirchenvorstand als gemeinsame Organe entstanden.

Wie wurde die Gründung gefeiert?

Alois Thomes: Viele Mitglieder aus den vier Gemeinde trafen sich am Dreifaltigkeitssonntag auf dem Rathausplatz. Von dort ging es in einer Prozession zur St.-Margareta-Kirche. Dort wurde der Gründungsgottesdienst gefeiert. Regionalbischof war damals Franz-Peter Tebartz-van Elst. Anschließend wurde im Innenhof des Pfarrzentrums gefeiert.

Wurde dabei etwas Besonderes, etwas Außergewöhnliches gemacht?

Alois Thomes: Zum Abschluss hat der ökumenische Kinderchor aus Lienen das Musical „Tuishi pamoja“ aufgeführt.

Was auf Deutsch heißt?

Alois Thomes: Wir wollen Freunde sein.

Nach der Feier kam der Alltag. Wie hat sich das Miteinander entwickelt?

Alois Thomes: Wir sind auf dem Weg der Annäherung in den vergangenen zehn Jahren ein gutes Stück vorangekommen.

Keine Ängste, keine Sorgen mehr?

Alois Thomes: Die mit der Fusion verbundenen Sorgen, Unsicherheiten und Ängste sind nicht alle ausgeräumt. Aber da zieht auch jeder seine persönliche Bilanz, wie er das Gemeindeleben in den vergangenen zehn Jahren erlebt hat.

Welche Ansätze haben sich gut entwickelt?

Alois Thomes: Da gibt es viele Beispiele wie Katechese, Glaubensgespräche, das Aufeinander zugehen der verschiedenen Gruppen und Organisationen, gemeinsame Gottesdienste. Ohne die vielen Menschen, die sich da engagiert haben, wären wir nicht auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Gemeinschaft.

Sind die Eigenheiten jeder der vier Gemeinden mit der Zeit auf der Strecke geblieben?

Alois Thomes: Nein. Ich habe das Gefühl, dass die vier Gemeinden nach wie vor ihr spezifisches Profil bewahrt haben. Das ist gut und dafür steht symbolisch das Logo unserer Pfarrei: vier farbige Halbkreise, die sich zu einer Einheit zusammenfügen.

Der Weg kann nicht zu Ende sein?

Alois Thomes: Auf keinen Fall. Der Ausgleich zwischen der Gemeinschaft aller und Heimat vor Ort ist gelungen, würde ich sagen. Jetzt richten sich die Blicke auf den lokalen Pastoralplan.

Was bedeutet?

Alois Thomes: Darin werden die Ziele für die nächsten zehn Jahre umrissen. So wollen wir eine gute Grundlage schaffen für eine zukunftsfähige, lebendige Gemeinde als Pfarrei Seliger Niels Stensen.

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