Flüchtlinge und Asylbewerber feiern
Fest bleibt keine einmalige Sache

Lengerich -

Die Organisatoren sprechen von einem vollen Erfolg und kündigen eine Neuauflage im nächsten Jahr an. Beim ersten Sommerfest für Flüchtlinge und Asylbewerber sind rund 200 Gäste gekommen.

Montag, 22.08.2016, 21:08 Uhr

Mit dem Hammer Nägel in einen Klotz hauen ist nicht einfach, wenn die spitze Seite benutzt werden muss.
Mit dem Hammer Nägel in einen Klotz hauen ist nicht einfach, wenn die spitze Seite benutzt werden muss. Foto: Flüchtlingshilfe

Acht junge Männer unterschiedlicher Nationalität stehen um einen großen Holzklotz. Ein Hammer wird reihum gereicht. Jeder versucht, mit der spitzen Seite des Werkzeugs seinen Nagel in den Stamm zu schlagen. Kein leichtes Unterfangen, aber die Männer sind mit viel Freude bei der Sache. Asgar aus Afghanistan ist der klare Favorit und versenkt seinen Nagel zuerst im Holz.

Nebenan tönt von der Hüpfburg lautes Jauchzen herüber. Kinder springen und hüpfen ausgelassen und am Bierdosen-Fußballstand wird gerade der beste Schütze ermittelt. Ungefähr 200 Flüchtlinge, Asylbewerber und Ehrenamtliche von der Flüchtlingsbetreuung sind der Einladung der Organisatoren zum Sommerfest der Teestube „WeltWeit“ in der Bahnhofstraße 52 gefolgt. Finanziell ermöglicht durch Fördermittel aus dem Programm „KOMM-AN NRW“ zur Förderung der Integration von Flüchtlingen in den Kommunen.

Ein großer Teil der Besucher hat im Vorfeld gekocht und gebacken und so zu einem reichhaltigen internationalen Büfett beigetragen. Am Grill hat sich mittlerweile eine lange Schlange gebildet. Ulrich Quandt , einer der beiden Honorarkräfte der Begegnungsstätte, kann den Ansturm kaum bewältigen. In der Teestube werden derweil kostenlos Tee, Kaffee und Wasser ausgeschenkt.

Die Bewohner aus den städtischen Asylbewerberunterkünften und die Flüchtlinge aus der Erstaufnahmeeinrichtung sitzen beieinander. Man kennt sich von den Besuchen in der Teestube. Erfahrungen werden ausgetauscht. Ein immer wiederkehrendes Thema: Die Anerkennung als Asylsuchender.

Andere spielen Schach oder Backgammon. Im langen Flur herrscht ebenfalls rege Betriebsamkeit. Billardtisch und Tischtennisplatte sind dicht umlagert und nur zum Essen wird eine Pause eingelegt. Die Stimmung ist ausgelassen und friedfertig.

Bärbel Rehder von der Stadt Lengerich, hauptverantwortlich für die Teestube, und Stella Dorroch, Honorarkraft des „WeltWeit“, sind sich einig: Dank der vielen ehrenamtlichen Helfer ist es ein wunderschönes Fest geworden. Ein Sommerfest 2017 ist beschlossene Sache.

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