Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlingshilfe
Ein besonderer Klang

Lengerich -

„Wo kann man diese Instrumente spielen lernen“, fragte völlig fasziniert eine Frau aus Ladbergen die vier Musiker, die sie und rund 70 weitere Besucher eine Stunde lang mit ungewohnten Tönen verzaubert hatten.

Dienstag, 29.11.2016, 10:11 Uhr

Am Ufer der Stille: Manfred Hendricks, Sigrun Menzel, Norbert Ammermann und Eugen Chrost (von links) beeindruckten mit besonderen Instrumenten die Konzertbesucher.
Am Ufer der Stille: Manfred Hendricks, Sigrun Menzel, Norbert Ammermann und Eugen Chrost (von links) beeindruckten mit besonderen Instrumenten die Konzertbesucher. Foto: Dietlind Ellerich

Viele scharten sich nach dem Benefizkonzert zugunsten der Lengericher Flüchtlingshilfe , zu dem das Quartett unter dem Thema „Am Ufer der Stille“ in die katholische Kirche St. Margareta eingeladen hatte, um den Altarraum und ließen sich von Manfred Hendricks (Tabla und Hang), Sigrun Menzel (Tanpura), Norbert Ammermann (Sitar) und Eugen Chrost (Harfe) die Zupf- und Schlaginstrumente erklären, denen diese zuvor so besondere Musik entlockt hatten. Als „himmlische Klänge“ beschrieb sie Karin Wejdling aus Tecklenburg. Sie war ganz begeistert von dem Zusammenspiel der Kulturen für die Flüchtlingshilfe.

Deren Ansprechpartnerin Petra Hauss dankte nicht nur den Musikern „für das berührende Konzert“, sondern auch den Besuchern für die Spenden zugunsten des Vereins, in dem sich seit über 30 Jahren „viele Ehrenamtliche mit Herz, Respekt und Engagement“ für Asylsuchende stark machen.

Die Frauen und Männer in den Kirchenbänken ließen sich gerne und still auf das ungewöhnliche Ensemble in dem mit unzähligen Kerzen stimmungsvoll illuminierten Altarraum der Kirche ein. Kein Zwischenapplaus, kaum ein Räuspern störte das Klangerlebnis, viele verfolgten das Konzert mit geschlossenen Augen, schienen in sich zu gehen, in sich hineinzuhören zu wollen.

Auf das Hang, eine Klangskulptur aus Edelstahl, waren die Besucher besonders neugierig. „Darin steckt weder Rhythmus noch Melodie, man kann aber beides darauf spielen“, beschrieb Manfred Hendricks die Spielweise des Instruments, das erst vor 15 Jahren in der Schweiz entwickelt wurde. In der heutigen schnelllebigen Zeit sei es wichtig, einmal innezuhalten, zu sich selbst zu kommen, und beim Musizieren auf dem Hang gelinge das spielend, ist Hendricks überzeugt. Die Ladbergerin kann sich lange nicht vom Hang trennen, „weil es so einfach aussieht und doch so vielschichtig im Klang ist“, überlegt sie.

Die Musik unter dem Motto „Am Ufer der Stille“ war nicht jedermanns Geschmack, einzelne Besucher verließen die Kirche vor dem Ende des Konzerts.

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