Dia-Show präsentiert Hurtigruten
Sie fahren bei Wind und Nebel

Lengerich -

Vor mehr als 110 Jahren sind sie als ganzjährige Transportmöglichkeit an der norwegischen Küste entstanden. Inzwischen gelten die Hurtigruten-Schiffe vielen Urlaubern als Domizil für eine etwas andere Kreuzfahrt.

Mittwoch, 04.01.2017, 13:01 Uhr

Blick vom Deck eines Hurtigruten-Schiffs auf die norwegische Küste. Die einst nur für den Transport vorgesehenen Schiffe sind seit vielen Jahren beliebte Domizile für Urlauber, die im Vorbeifahren mannigfaltige Eindrücke des skandinavischen Landes sammeln.
Blick vom Deck eines Hurtigruten-Schiffs auf die norwegische Küste. Die einst nur für den Transport vorgesehenen Schiffe sind seit vielen Jahren beliebte Domizile für Urlauber, die im Vorbeifahren mannigfaltige Eindrücke des skandinavischen Landes sammeln. Foto: Georg Krumm

Kein Tag gleicht dem anderen an Bord der Hurtigruten-Schiffe. Dramatische Naturerlebnisse entlang enger Fjord-Wände wechseln mit spektakulären Landschaften und der einzigartigen Mitternachtssonne im Norden. So fasst Georg Krumm seine Eindrücke zusammen, die er an Bord dieser Schiffe gesammelt hat. Am Montag, 23. Januar, präsentiert er sie ab 20 Uhr in einer Dia-Show mit acht Projektoren in Breitwand-(Cinemascope) Panorama-Technik in der Gempt-Halle.

Seit über 110 Jahren sind Hurtigruten-Schiffe an der norwegischen Küste unterwegs. Eingerichtet wurde die Strecke, um weit nördlich liegende Ortschaften das ganze Jahr über mit den südlichen Landesteilen zu verbinden. Ganz gleich, welche Wetterbedingungen herrschten.

In anderen Ländern kommt man zur Küste oder entfernt sich von ihr. Aber die Hurtigrute verlässt Norwegens langgestreckte Küste nie. Sie fährt an beiden Enden, in beiden Richtungen immer neuen Naturerlebnissen entgegen. Für die Hurtigrute öffnet sich jeden Tag eine neue Fahrrinne, trotz schmaler Passagen wie Skjellanger, Steinsund oder dem legendären Raftsund. So beschreibt Georg Krumm seine Erlebnisse.

Obwohl sie wie Kreuzfahrtschiffe aussehen, sind es Transport-Schiffe für die Küstenbewohner. An den ursprünglichen Reizen einer Hurtigruten-Fahrt hat sich bis heute nichts geändert, sagt Georg Krumm. Sicherlich ist für die Touristen die abwechslungsreiche Landschaft ausschlaggebend für eine Postschiff-Reise. Dass die Hurtigruten den Titel „Schönste Seereise der Welt“ tragen, liegt auch an dem, was die Reise umgibt. Reisende und Mannschaft strahlen die Ruhe und Gelassenheit aus, die die hektische Welt heute so vermissen lässt.

Fremden Passagieren wird außerdem die Ehre zuteil, einen unvergleichlichen Einblick in das Leben der örtlichen Gemeinschaften zu bekommen. Es ist also kein Wunder, dass Reisende sagen, so etwas noch nie erlebt zu haben.

Norwegen ist fast so groß wie Deutschland und hat nur ungefähr so viele Einwohner wie Berlin. Da bleibt viel Platz für Natur. Auch die präsentiert Georg Krumm in seiner Dia-Show.

Er wird auch auf die Anfänge der Linie eingehen. Zwei Jahre vor der ersten Hurtigruten-Fahrt im Jahr 1881 existierte vom ganzen norwegischen Seeraum keine zuverlässige Karte. Schiffsverkehr fand nur tagsüber und sporadisch statt. Richard With war der erste Kapitän, der sich zutraute, den komplizierten und riskanten Weg durch die Schären und Küstenregionen anztreten und so die nördlichen Landesteile, die im Winter isoliert waren, mit dem Süden zu verbinden. Er schaffte die Tour von Trondheim nach Hammerfest in nur einer Woche. vorher hatte man dazu Monate benötigte. Das war die Geburtsstunde der Hurtigruten-Fahrt. Seither fahren Schiffe regelmäßig und das ganze Jahr entlang der Küsten.

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Karten gibt´s im Vorverkauf (Preis 13 Euro/Abendkasse 14 Euro) bei der Gempt-Stiftung, in der Tourist-Info im Alten Rathaus und im Internet (www.georg-krumm.de).

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