Peter Kossen im Amt
Katholische Gemeinde hat neuen Pfarrer

Lengerich -

Die Bänke in der St.-Margareta-Kirche waren am Samstag voll besetzt Über 350 Menschen waren gekommen, um dabei zu sein, wie Peter Kossen feierlich in sein neues Amt als Pfarrer eingeführt wurde.

Sonntag, 22.01.2017, 17:01 Uhr

Während seiner Predigt ging Peter Kossen auch auf die biblische Geschichte von Jesus und den Fischern ein: „Ein Netz kann etwas fangen. Aber es dient auch dazu aufzufangen.“
Während seiner Predigt ging Peter Kossen auch auf die biblische Geschichte von Jesus und den Fischern ein: „Ein Netz kann etwas fangen. Aber es dient auch dazu aufzufangen.“ Foto: Anika Leimbrink

Aufgeregt sei er schon etwas. Aus Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt. Beim Gedanken an seine zukünftige Aufgabe funkeln die Augen von Peter Kossen . Von der bischöflichen Verwaltung in Vechta hat es den Mann der katholischen Kirche nach Lengerich verschlagen. Dort übernimmt er in der Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen das Amt des Pfarrers. Am Samstag fand in der Kirche St. Margareta die feierliche Einführung mit einem Gottesdienst statt.

Die Sitzbänke im Gotteshaus waren dicht besetzt, etwa 350 bis 400 Gäste waren gekommen, die Amtseinführung mitzuerleben. Mit offenen Armen hieß die Gemeinde Peter Kossen willkommen. Der sagte, dass er den Norden, seine Heimat, immer im Herzen behalte. Egal wo er im Dienste des christlichen Glaubens unterwegs sei.

Weit hat ihn seine Arbeit im Namen Gottes schon geführt. Von Recklinghausen im Ruhrgebiet über Nordhorn, Münster, Emmerich am Rhein nach Vechta und nun nach Lengerich. Die Verbindung zur Heimat, die der neue Pfarrer pflegt, hob auch der Vorsitzende des Pfarreirats, Dr. Alois Thomes , in seiner Begrüßungsrede hervor. In einer kirchlichen Zeitschrift habe er einen Artikel über Kossen gelesen, wo dieser seinen Lebensmotto nannte. „Vergiss nicht, wo du herkommst“. Das haben dem Geistlichen die Eltern schon in jungen Jahren mit auf den Weg gegeben. „Sie betonen in ihrem Artikel das Gefühl von Heimat. Auch der Heimat im Glauben“, so der Vorsitzende des Pfarreirats.

In Lengerich soll Kossen nun auch ein Stückchen Heimat finden und das möglichst für eine sehr lange Zeit. „Ich kann heute den bereits vierten Pfarrer hier in St. Margareta willkommen heißen“, resümierte Thomes und fügte hinzu: „In der Vergangenheit standen meine Willkommensreden nie im Verhältnis zu der Amtszeit der Pfarrer hier. Deswegen Peter Kossen: Ich rede heute nur kurz und sie bleiben lang in St. Margareta.“

Diese humorvolle Bemerkung hat ihre Gründe. In der Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen sind in den zurückliegenden Jahren mehrfach Personalwechsel vollzogen worden. Zum Schluss hatte die Gemeinde ein Dreivierteljahr auf einen neuen Pfarrer warten müssen. „Unser Bischof Felix Genn hat uns versichert, dass sich das Warten lohnen würde“, erzählte Thomes und konnte beim Einführungsgottesdienst diese Einschätzung nur bestätigen.

Zum gleichen Urteil kam Wilhelm Möhrke. „Mir wurde gesagt, dass es ein sehr guter neuer Pfarrer sei. Das kann ich nach alldem, was ich in diesem Gottesdienst gehört habe, nur bestätigen“, versicherte Lengerichs Bürgermeister und fügte hinzu: „Ich bin mir sicher, dass sie nicht nur eine Bereicherung für unsere Gemeinde, sondern für die ganze Region sein werden.“

Aus den Händen von Dekan Stefan Dördelmann erhielt Peter Kossen die Ernennungsurkunde. In seiner Predigt gab der Pfarrer aus dem Norden einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen. Dafür nahm er die biblische Geschichte von Jesus und den Fischern als Vorbild. Dabei hob er besonders die Bedeutung des Netzes hervor: „Ein Netz kann etwas fangen. Aber es dient auch dazu aufzufangen.“ Er unterstrich die Bedeutung des Miteinanders, die Aufgabe der Kirche, auch in Zeiten einer sich immer weiter wandelnden Welt, die Schöpfungsgeschichte zu bewahren und das Bewusstsein, dass Jesus in der Mitte der Gemeinschaft lebe, nie zu vergessen. Die Menschen mitnehmen, sie auffangen, das sei eine zentrale Aufgabe der Kirche.

Dabei räumte Kossen auch der Ökumene eine besondere Stellung ein. „Hier in Lengerich hat das ökumenische Miteinander eine lange Tradition. Hier besteht ein gutes Miteinander“, sagte er.

Bei seinem ersten „großen Auftritt“ beeindruckte Kossen durch seine charmante und sehr engagiert wirkende Art. Der Pfarrer, der in Lengerich eine neue Heimat finden soll, ohne zu vergessen, wo er herkommt.

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