Spielplätze in Lengerich
Großer Betrag reicht für kleine Sprünge

Lengerich -

Die Stadt ist für 21 Spielplätze zuständig. Dafür standen 2016 150 000 Euro zur Verfügung, 2017 sind es 185 000 Euro. Große Sprünge lassen sich damit nicht machen.

Mittwoch, 08.02.2017, 06:02 Uhr

Im vergangenen Juni inspizierten die Mitglieder des Jugendausschusses Lengericher Spielplätze. An der Brucknerstraße konnte da noch die Seilbahn genutzt werden. Wenig später war das Seil gerissen und somit Schluss mit dem rasanten Vergnügen.
Im vergangenen Juni inspizierten die Mitglieder des Jugendausschusses Lengericher Spielplätze. An der Brucknerstraße konnte da noch die Seilbahn genutzt werden. Wenig später war das Seil gerissen und somit Schluss mit dem rasanten Vergnügen. Foto: Michael Baar

Wer Kinder hat, weiß davon ein Lied zu singen: Spielsachen können ganz schön ins Geld gehen. Das ist im Kleinen so, sprich in Familien. Das ist aber auch im Großen so, in diesem Fall bei der Stadt Lengerich . Die unterhält 21 Spielplätze (inklusive Generationenpark). Und das kostet. Etwa 150 000 Euro waren es im vergangenen Jahr, 185 000 Euro werden 2017 im Haushalt einkalkuliert.

Mit solch einem sechsstelligen Betrag lassen sich gleichwohl keine großen Sprünge machen. Der Großteil geht nämlich an den Baubetriebshof, der sich um den Unterhalt der Anlagen kümmert. Oliver Kuhlenbeck vom zuständigen Fachbereich Straßenbau sagt, dass dafür 150 000 Euro verplant sind. 5000 Euro stünden außerdem für Ersatzteile bereit. Bleiben noch 30 000 Euro für Neuanschaffungen.

Eine Auflistung für 2016 zeigt, was es mit dem Unterhalt auf sich hat. „Spielsand aufgefüllt und gesäubert“ heißt es bei fast jedem der 21 Standorte. Hinzu kommen beispielsweise erneuerte Schaukelbretter und Schaukelketten oder neue Griffelemente für eine Kletterwand. Lediglich sechs Spielplätze haben weitere Spielgeräte bekommen. Mal ist es ein Wipptier (Schumannstraße), mal aber auch gleich eine Drei-Turm-Spielanlage (Auf dem Sandhügel). Zur Standardausstattung gehören ein Sandkasten sowie Wipp- und Schaukelgeräte.

Alles in allem sind es über 30 000 Quadratmeter, die Kindern auf den öffentlichen Spielplätzen in Lengerich zur Verfügung stehen. Die Unterschiede im Einzelnen sind manchmal erheblich. Kleine haben gerade einmal eine Fläche von etwa 600 Quadratmetern, die größten kommen auf über 2500 Quadratmeter.

Klar ist, dass übers Jahr Teams vom Baubetriebshof alle Anlagen mehrfach kontrollieren. Weniger klar ist, wie stark die 21 Spielplätze von den Kindern genutzt werden. „Das ist schwer zu schätzen“, sagt Oliver Kuhlenbeck. Ein Indiz für wenige junge Gäste könne beispielsweise das Zuwachsen der Sandflächen sein. Aber auch das ändere sich manchmal wieder schnell.

Letztendlich gehe es immer auch darum, wohnortnahes Spielen zu ermöglichen. Werde das Angebot zeitweise nicht von vielen Kindern in Anspruch genommen, sei daraus nicht unbedingt zu schließen, dass das ein Dauerzustand sei, denn Altersstrukturen von Siedlungen änderten sich. In neuen Baugebieten gebe es meist ein größeres Publikum als in Quartieren, die vor 20, 30 Jahren entstanden sind. Ziehen dort nach den erwachsenen Kindern später auch Eltern fort, könne wieder junges Publikum folgen. All das müsse bedacht werden.

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