Weibsbilder in Lengerich
Zwei sind nicht zu packen

Lengerich -

Die Festnahme der Weibsbilder Anke Brausch und Claudia Thiel gelingt nicht, denn dafür haben sie ihr Publikum fest im Griff und die Lacher auf ihrer Seite. So geschehen in der Gempt-Halle in Lengerich.

Montag, 06.03.2017, 18:03 Uhr

In die Rolle von Gesetzeshütern schlüpfen die Weibsbilder Anke Brausch und Claudia Thiel in ihrem neuen Programm „Durchgangsverkehr – ausgebremst und abgezockt“. Dem Publikum in der Gempt-Halle hat´s gefallen.
In die Rolle von Gesetzeshütern schlüpfen die Weibsbilder Anke Brausch und Claudia Thiel in ihrem neuen Programm „Durchgangsverkehr – ausgebremst und abgezockt“. Dem Publikum in der Gempt-Halle hat´s gefallen. Foto: Anika Leimbrink

Gesucht: Zwei Weibsbilder, die mehrfach wegen Angriffs auf die Lachmuskeln ihrer Mitmenschen und aufgrund von Unfug und Schabernack auffällig geworden sind. Erneut gesichtet am Sonntagabend in der Gempt-Halle. Ihre Waffe des Abends: Das Kabarettprogramm „Durchgangsverkehr – ausgebremst und abgezockt“. Eine Festnahme der Weibsbilder Anke Brausch und Claudia Thiel gelingt nicht, denn dafür haben sie ihr Publikum fest im Griff und die Lacher auf ihrer Seite.

Die Weibsbilder Thiel und Brausch zu fassen, ist schwierig. Denn wandlungsfähig, wie die beiden Frauen sind, schaffen sie es unauffällig auffällig, Lachanfälle und Tränen der Heiterkeit vom Publikum einzufordern. Um nicht aufzufallen, schlüpft das Duo, das schon seit 18 Jahren gemeinsam im Kabarett unterwegs ist, auch in die Rolle der Gesetzhüter.

Mit kritischem Blick beäugen sie ihr Publikum, picken sich den einen oder anderen Zuschauer raus, nehmen ihn spontan aufs Korn und ziehen die Freude des Publikums auf ihre Seite. Nicht zuletzt auch durch ihre herrliche Selbstironie. Fließender verbaler Schlagabtausch zwischen den beiden Damen, egal in welcher Rolle oder Situation.

In „Durchgangsverkehr – ausgebremst und abgezockt“ setzen sich die Weibsbilder die Brille deutscher Gesetzeshüter auf und nehmen auf charmante und schlagfertige Art und Weise die Gesetzgebung des deutschen Straßenverkehrs aufs Korn. Dabei beleuchten sie die Arbeit deutscher Polizisten mit den Augen junger und alter Bürger.

„Tineke“ ist eine dauerredende, alle Leute nervende und herrlich naive siebenjährige Grundschülerin, die sich als Schülerlotsin versucht. Stolz auf die neue Aufgabe, die ihr der Schulrektor gegeben hat – er empfindet jede Minute, die sie nicht im Raum ist, als Wohltat –, erzählt sie von ihrem Problem als kleine Quasselstrippe.

Ein Gelber Engel (des ADAC ) hat selbstverständlich auch einen Schutzengel. Der wollte eigentlich der Engel der Hardrockband ACDC werden. Ein Fehler bei der Durchsicht der Bewerbung und aus ACDC wurde ADAC. Völlig demotiviert erklärt der Gelbe Engel seine Lage. Aufgrund seiner kräftigen Statur darf er mit seinen Flügeln nicht fliegen und statt Harfe hatte er sich eine E-Gitarre gewünscht.

Dass die Schutzengel eine schwere Aufgabe haben angesichts zahlreicher Verkehrssünder, wird durch die Szene Idiotentest verdeutlicht, in der die Probleme einer ständig alkoholisierten Teilnehmerin sowie einer esoterischen und unter Drogeneinfluss stehenden Frau geschildert werden. Wer ein Auto fahren will, muss einen Führerschein haben. Und die Prüfung dafür hält so manche Verkehrsgefahr von der Straße fern – wenn man den Weibsbildern Glauben schenken darf.

Das Publikum lacht und klatscht über das Duo, das sich damit einer erneuten Tat schuldig gemacht hat: Dem Angriff auf die Lachmuskeln mit Unfug und Schabernack am Tatort Gempt-Halle.

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