Stellungnahme der Stadt zum Kalkabbau
„Keine Bedenken“

Lengerich -

Am 15. März will der Stadtrat die Stellungnahme der Stadt zum „Sachlichen Teilplan Kalkabbau“ im Rahmen des Regionalplans verabschieden. Aus der Vorlage geht hervor, dass die Verwaltung keine Bedenken sieht, dem Entwurf der Bezirksregierung zuzustimmen.

Samstag, 11.03.2017, 06:03 Uhr

Blick in den Steinbruch Höste. Die dort lagernden Vorräte reichen nach Einschätzung der Bezirksregierung für 90 Jahre. Eine Zeitspanne, die die derzeit gültige Abgrabungserlaubnis bis 2027 deutlich übertrifft.
Blick in den Steinbruch Höste. Die dort lagernden Vorräte reichen nach Einschätzung der Bezirksregierung für 90 Jahre. Eine Zeitspanne, die die derzeit gültige Abgrabungserlaubnis bis 2027 deutlich übertrifft. Foto: Wilhelm Schmitte

Die Stadt Lengerich hat keine Bedenken gegen den Entwurf des sachlichen Teilplans Kalkstein. Das schlägt die Verwaltung dem Stadtrat vor, der am Mittwoch, 15. März, über die Stellungnahme Lengerichs zum Erarbeitungsbeschluss des Regionalrats in Sachen Kalkabbau entscheiden wird.

In der Sitzungsvorlage werden die bereits bei der Informationsveranstaltung in der Gempt-Halle (WN vom 22. Februar) genannten Argumente aufgelistet. Dazu gehört beispielsweise der Hinweis, dass der Waldmeister-Buchenwald eines von vier Hauptvorkommen dieses Lebensraum-Typs in Deutschland sei und dieser Bereich des Teutoburger Waldes als Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) unter Schutz stehe.

Für das Unternehmen Dyckerhoff wird – analog zu den Ausführungen im Entwurf des Regionalplans – eine Versorgungssicherheit mit Rohstoff (Kalkstein) innerhalb der genehmigten Abgrabungsbereiche für 22 Jahre gesehen. Für Tiefbohrzement reiche der Rohstoff für die nächsten 90 Jahre.

Unter dem Strich kommt die Bezirksregierung zu dem Schluss, dass eine Erweiterung der Abgrabungsflächen am Standort Lengerich „raumordnerisch“ erforderlich sei. Allerdings lägen für das FFH-Gebiet keine Ausnahmegründe vor und damit sei „ein Eingriff in das FFH-Gebiet nicht zulässig“. So steht es in der Sitzungsvorlage für den Stadtrat.

„Fachlich korrekt“ sei die Darstellung, heißt es dort weiter. Gleichwohl mache sich Lengerich stark dafür, einen fortlaufenden Dialogprozess mit externer Moderation einzurichten. So sollen weitere Entwicklungen sowie Elemente eines möglichen Strukturwandels erörtert werden. Gespräche, die kontinuierlich geführt werden sollen – unabhängig davon, ob künftig ein neues Antragsverfahren angestrebt wird.

In der Stellungnahme der Stadt fehlt nicht der Hinweis auf rund 225 Beschäftigte im Werk Lengerich samt weiterer rund 300 Vollzeit-Arbeitsplätze, die mit der Firma Dyckerhoff mittelbar in Verbindung stehen. Daraus resultiere ein „hoher beschäftigungspolitischer Stellenwert für Lengerich und die Region“. Zudem sei das Werk am Südhang des Teutoburger Waldes eines der modernsten Zementwerke in Europa.

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