Verstärkte Kooperation in der Jugendarbeit
„LaLeLi“ soll zur Marke werden

Lengerich/Lienen/Ladbergen -

Bislang ist „LaLeLi“ eher ein Arbeitstitel. Das Kürzel steht für Ladbergen, Lengerich und Lienen und wird verwandt, wenn die drei Kommunen im Bereich Jugendarbeit etwas gemeinsam auf die Beine stellen. Die Kooperation möchten die Verantwortlichen vertiefen und „LaLeLi“ zu einer marke machen.

Samstag, 06.05.2017, 07:18 Uhr aktualisiert: 09.05.2017, 17:09 Uhr
Stromkästen wurden im April in Lengerich, Ladbergen und Lienen kunstvoll gestaltet. Die Aktion wurde gemeinsam mit Leader-Mitteln auf die Beine gestellt.
Stromkästen wurden im April in Lengerich, Ladbergen und Lienen kunstvoll gestaltet. Die Aktion wurde gemeinsam mit Leader-Mitteln auf die Beine gestellt. Foto: Jugendzentrum

„La Le Li“, es hört sich ein bisschen so an, als ob diese drei aneinandergereihten Silben zu einem Kinderlied gehören. Wer weiß, vielleicht kommt das ja in nicht allzu ferner Zukunft sogar. Denn „LaLeLi“ soll zu einer Marke gemacht werden und für die enger werdende Kooperation im Bereich Jugendarbeit zwischen Ladbergen, Lengerich und Lienen stehen. Wie die Zukunft aussehen könnte, damit haben sich Studenten der Universität Münster befasst. Ihre Ergebnisse präsentierten sie vor Kurzem im Kreishaus in Steinfurt – und erfuhren durch die Verantwortlichen aus der Jugendarbeit durchaus Zustimmung.

Im Zuge des Projektes „Kulturelle Freiräume im ländlichen Raum“ des Uni-Instituts für Geographie hat sich ein Studierenden-Quartett mit den drei Orten befasst. Der Titel ihrer Arbeit: „Interkommunale Kooperation in der Kulturarbeit der Kommunen Ladbergen, Lienen und Lengerich“.

Der Ist-Zustand wurde untersucht, die mögliche Weiterentwicklung skizziert und ein regionales Marketingkonzept aufgestellt. Unter anderem kamen die Studenten zu dem Ergebnis, dass es Sinn machen würde, der Zusammenarbeit künftig feste Regeln und einen festen, institutionalisierten Rahmen zu geben. Sie sprachen von einem „Runden Tisch“, an dem konkrete Ziele festgelegt werden könnten, von einem verstärkten fachlichen Austausch untereinander, von der Einbeziehung weiterer Akteure wie beispielsweise Volkshochschule, Kulturbühne in Ladbergen oder Barfußpark-Verantwortlichen in Lienen und vom gemeinsamen Einwerben von Fördermitteln. Und nicht zuletzt warben sie für den Aufbau einer Marke „LaLeLi“. Eine Internetseite würde das untermauern, Social-Media-Aktivitäten und natürlich auch ein eigenes Logo.

Thomas Brümmer, Leiter des Jugendzentrums Lengerich, hörte sich all das zusammen mit seinen Kolleginnen aus Ladbergen und Lienen interessiert an. Eine Marke „LaLeLi“ samt Logo, das könnten auch sie sich sehr gut vorstellen, hieß es, und auch den damit verbundenen Ausbau der Zusammenarbeit zwischen den drei Kommunen. Um Kindern und Jugendlichen attraktive Angebote wie aktuell mit gemeinsamen Leader-Projekten (WN berichteten) zu machen, sei es definitiv wichtig, Kräfte zu bündeln. Deshalb habe man bereits seit einiger Zeit verstärkt den Kontakt zu den jeweiligen Nachbarn gesucht.

Eines wurde während der Veranstaltung allerdings auch deutlich: Eine weitere Studentengruppe hatte sich mit Blick auf Lengerich, Ladbergen und Lienen mit dem Thema Mobilität befasst. Und da sieht es momentan so aus, dass es gerade junge Leute nicht leicht haben, von A (Lengerich) nach B (Lienen) oder C (Ladbergen) zu kommen. Manch ein Teenager wird davon ein Lied singen können.

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