Mehrwegtasche für Lengerich
„Mehrweg ist einfach“

Lengerich -

Die neue Mehrwegtasche für Lengerich ist aus neuem und recycelten Plastik hergestellt worden. Die Stadt wollte sich nicht einfach an der Aktion „plastiktütenfrei“ beteiligen, sagte Bürgermeister Wilhelm Möhrke bei der Vorstellung. Er hält das für Abschaffen allein für eine Mogelpackung.

Freitag, 12.05.2017, 17:05 Uhr

Die neue Mehrwegtasche für Lengerich ist jetzt vorgestellt worden (von links): Anke Brüning (Umweltamt), Christian Mindrup (Werbegemeinschaft), Bürgermeister Wilhelm Möhrke, Grafiker und Designer Wilfried Nöske, Jürgen Kohne (Verwaltung)
Die neue Mehrwegtasche für Lengerich ist jetzt vorgestellt worden (von links): Anke Brüning (Umweltamt), Christian Mindrup (Werbegemeinschaft), Bürgermeister Wilhelm Möhrke, Grafiker und Designer Wilfried Nöske, Jürgen Kohne (Verwaltung) Foto: Erhard Kurlemann

„Plastik ist ein wichtiger Werkstoff, der vielfach aus dem Alltag gar nicht wegzudenken ist“, hebt Bürgermeister Wilhelm Möhrke hervor. Er erinnert dabei an Autos, Kleidung oder Gegenstände aus dem täglichen Leben. „Weil das so ist, hat Lengerich die kreisweite Aktion plastiktütenfreier Kreis“ nicht einfach mitgemacht“, formuliert der Verwaltungschef als studierter Chemiker. Es gehe darum, für den vernünftigen Umgang mit Plastik zu werben.

Die Stadt stellt deshalb am Mittwoch, 17. Mai, von 10 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt und beim Hollandmarkt am Sonntag, 21. Mai, von 12 bis 14 Uhr die „Lengericher Mehrwegtasche“ vor. Erste der insgesamt 30 000 Taschen aus Recyclingmaterial – Möhrke: „Für jeden Bürger eine“ – sollen dort ausgegeben werden. Weitere gibt es in den Mitgliedsläden der Werbegemeinschaft. „Die Tasche fasst 30 Liter und besteht zu einem kleinen Anteil auch aus Neumaterial. Das ist wegen der Festigkeit notwendig“, erläutert Wilfried Nösker, der das Design entwickelt hat. „Lengerich – die Stadt mit Weitblick“ – erinnert der Bürgermeister an das Leitmotto, habe so entscheiden müssen. „Jeder Bürger braucht durchschnittlich 70 Plastiktüten im Jahr. Die Forderung nach deren Abschaffung allein gleicht eher eine Mogelpackung, wenn man gleichzeitig bedenkt, dass Leute für ein Wochenende nach Mallorca fliegen oder auch auf kurzen Strecken das Auto benutzen“, vergleicht Möhrke. „Umweltschutz ist ein wichtiges Thema. Da muss der Fokus auf die Verwendung und nicht auf Material gelegt werden.“ In der Konsequenz sei „Mehrweg der einzige Weg“.

Der lokale Bezug auf den Taschen sollen dazu anregen, sie möglichst häufig zu verwenden. Eine Seite der Tasche zieren Motive von bekannten Gebäuden in der Stadt und appelliert an die Nutzer „Mehrweg ist einfach“.

Nicht nur in der Stadtverwaltung sei das Thema lange diskutiert worden. „Unsere Lösung ist ökologisch das beste, was man heutzutage tun kann.“

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