Baustelle Lienener Straße
 Vollsperrung dauert mehrere Monate

Lengerich -

Wohl mehrere Monate wird die Lienener Straße aufgrund von Bauarbeiten gesperrt werden. Diese Information der Verwaltung führte im Bauausschuss zu Unverständnis beri einigen Mitgliedern. Sie fragten etwa, warum die Anlieger nicht rechtzeitig informiert worden seien.

Samstag, 13.05.2017, 07:05 Uhr

In Höhe des Dyckerhoff-Werkes sollen Mitte Juli die Bauarbeiten auf der Lienener Straße beginnen.
In Höhe des Dyckerhoff-Werkes sollen Mitte Juli die Bauarbeiten auf der Lienener Straße beginnen. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Die Stadtverwaltung hat am Donnerstagabend im Planungsausschuss über Details zum geplanten Ausbau eines Teilstücks der Lienener Straße informiert. Vor allem ging es dabei um den Zeitplan, Einschränkungen für den Verkehr und Umleitungsstrecken. Realisiert wird das Vorhaben ab den Sommerferien unter Federführung des Kreises, der für die Hauptverkehrsader zuständig ist. Aus den Reihen der Ausschussmitglieder wurde zum Teil recht massive Kritik geäußert.

Die richtete sich indes nicht gegen das Projekt als solches – das wird einhellig begrüßt –, sondern gegen die Informationspolitik gegenüber den Bürgern. Denn der Stand der Dinge ist inzwischen längst nicht mehr der, der bei einer Bürgerversammlung im März vergangenen Jahres präsentiert worden war.

Zum einen hat sich der Beginn der eigentlichen Straßenbauarbeiten – seit Monaten werden bereits Leitungen verlegt – bereits um mehrere Monate gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan verzögert. Zum anderen ist nun vorgesehen, die Arbeiten während des Winters 2017/2018 ruhen zu lassen. Der Abschluss wird sich damit laut Kreis bis September 2018 hinziehen. Dass die Bürger das erst aus der Zeitung erfahren hätten (WN, 27. April), bemängelte beispielsweise Klaus Reiher. Der Fraktionsvorsitzende der CDU sprach von „zu wenig Kommunikation“ gegenüber den Betroffenen, deren Geduld durch die sich so lang hinziehenden Arbeiten erheblich „strapaziert“ werde. Ihm sprang vor allem Karl-Heinz Horstkotte von der SPD bei. Sein Appell: Die Stadt dürfe sich nicht allein auf den Kreis verlassen, wenn es um die Information der Bevölkerung gehe.

Uwe Sauer, städtischer Fachbereichsleiter Straßenbau, erläuterte, wie die 2,2-Millionen-Euro-Maßnahme nach dem derzeitigen Stand realisiert werden soll. Mit dem Beginn der Sommerferien Mitte Juli wird demnach mit dem Stück in Höhe der Firma Dyckerhoff begonnen. Die Fahrbahn dort bekommt keine Asphalt-, sondern eine Betondecke. Um das möglichst schnell zu schaffen, will der Kreis die Lienener Straße dort voll sperren.

Es wird vor allem für den Lkw-Verkehr eine großräumige Umleitung über die Ladberger Straße und den Südring geben. Lastwagen, die Dyckerhoff ansteuern, werden von Osten aus über das Bahngelände südlich der Lienener Straße zum Unternehmen geführt. Für Anlieger und Linienbusse gibt es eine Strecke über die Bahnhofstraße, die Iburger Straße und die Straße An der Breede. Einige Haltestellen entfallen dadurch, einige werden an der Umleitungs­strecke neu eingerichtet. Radfahrer und Fußgänger können die Lienener Straße weiter nutzen.

Diese erste Bauphase soll bis zum November dauern. Danach ist die Hauptverkehrsader vorübergehend komplett frei, ehe es im März 2018 mit dem Abschnitt zwischen Dyckerhoffstraße und Bahnunterführung weiter gehen soll. Für diese Phase sehen die Planer eine stadtauswärts führende, halbseitige Einbahnstraßenregelung vor. Die Umleitungsregelungen samt Haltestellenverlegungen bleiben bestehen.

Die Schulen, so Sauer, werden noch vor den Sommerferien über das gesamte Prozedere informiert. Während der Bauarbeiten soll es vor Ort Möglichkeiten für Bürger geben, sich über den Stand der Dinge auf dem Laufenden zu halten.

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