110 Jahre kfd St. Margareta/St. Hedwig
Lebendig, offen, engagiert

Lengerich -

Groß gefeiert worden ist bei der St. Margareta/St. Hedwig am Samstag. Anlass: das 110-jährige Bestehen. Viele der aktuell 130 Mitglieder waren dabei.

Sonntag, 21.05.2017, 20:05 Uhr

Auch Gäste von außerhalb gratulierten (von links): Manuela Brockmeyer (Lengerich), Renate Gollub (Ladbergen), Anke Huth (Lengerich), Elisabeth Püning (Lengerich), Pfarrer Peter Kossen, Maria Beumer (Lengerich), Maria Auweiler (Tecklenburg) und Karin Holtmeyer (Lienen).
Auch Gäste von außerhalb gratulierten (von links): Manuela Brockmeyer (Lengerich), Renate Gollub (Ladbergen), Anke Huth (Lengerich), Elisabeth Püning (Lengerich), Pfarrer Peter Kossen, Maria Beumer (Lengerich), Maria Auweiler (Tecklenburg) und Karin Holtmeyer (Lienen). Foto: Anika Leimbrink

Der 19. April 1907 ist für die Katholische Frauengemeinschaft aus St. Margareta/St. Hedwig ein besonderes Datum. An diesem Tag wurde die Gründungsurkunde des Muttervereins St. Margareta ausgestellt. Bis heute besteht die Frauengemeinschaft, kurz kfd genannt, in den Gemeinden. Das 110-jährige Bestehen wurde am Samstag mit einem Festgottesdienst und einer Feier im Gemeindehaus gebührend begangen.

„Als ich vor zehn Jahren nach Leeden gezogen bin, habe ich Anschluss und Kontakt gesucht. Den fand ich in der kfd sofort“, erzählt die Sprecherin der Kfd St. Margareta/St. Hedwig, Maria Beumer. Seit mittlerweile sechs Jahren steht sie der Frauengemeinschaft vor. Während des Gottesdienstes nahm sie die Gäste mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der kfd. Einschneidende Momente wie die Auflösung des damaligen Zentralverbands der katholischen Müttervereine durch die Nationalsozialisten 1938. Oder die Wiedergründung im Jahr 1951 und die Verabschiedung einer neuen Satzung und den Namen „Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)“ im Jahr 1968.

In der Gemeinde Seliger Niels Stensen erlebt die kfd mit Pfarrer Peter Kossen mittlerweile den elften Präses. Dieser leitete den Jubiläums-Gottesdienst und ging in seiner Predigt ebenfalls auf die Bedeutung der kfd für die Pfarrgemeinde ein.

Die historische Entwicklung seit der Gründung der kfd in der Gemeinde lässt sich allerdings nur schwer nachverfolgen. Da einige Dokumente fehlen, lässt sich auch die Geschichte nicht ununterbrochen nachvollziehen. Fakt ist aber, dass die kfd St. Margareta/St. Hedwig schon einmal 200 Mitglieder zählte. Heute beläuft sich die Zahl auf 130. „Früher sind die meisten Frauen schon bei ihrer Hochzeit in die kfd eingetreten. Heute ist so eine Mitgliedschaft gut gelebt und bewusst und leider sind viele Mitglieder aus früheren Zeiten heute schon nicht mehr unter uns“, erklärte Maria Beumer den Rückgang. Dennoch sei die kfd nach wie vor eine lebendige, offene, engagierte Gemeinschaft. Sie setze sich für schwache, benachteiligte und ausgegrenzte Menschen ein und spende die Erlöse aus Projekten.

Für Maria Beumer haben die 110 Jahre kfd St. Margareta/St. Hedwig einen hohen Stellenwert. „Dieses Jubiläum zeigt, dass die Frauengemeinschaft Bestand hat. Sie hat die verschiedenen geschichtlichen Erlebnisse überstanden. Auch die Wirren des Krieges. Gleichzeitig zeigt es, dass es den Frauen immer noch wichtig ist, so eine Gemeinschaft zu haben, wo sie Gesprächspartner finden und wahrgenommen werden“, sagte die Vorsitzende.

Was sich am Samstag auch zeigte: Der Zusammenhalt geht über die Grenzen der Orte hinaus. Zum Geburtstag gratulierten 60 Gäste aus benachbarten Kommunen, darunter auch die kfd-Gruppen aus Lienen, Tecklenburg und Ladbergen. Ebenso durfte sich die Kfd St. Margareta/St. Hedwig über die Anwesenheit von Pfarrer Günther Falkenberg aus Neu-Beckum freuen, der schon beim 100-jährigen Geburtstag anwesend war und die Predigt gehalten hatte. Ebenso gratulierte Pfarrer i.R. Hermann Rohling.

Für den Ausklang im neuen Gemeindehaus hatten die kfd-Damen um Maria Beumer die Persönlichkeitstrainerin und Pädagogin Ingeborg Pflicht gewonnen, die mit ihrem Programm „Mit Optimismus zum Erfolg“ auf erheiternde Weise die Gäste unterhielt. Aber an dem Abend blieb auch Zeit, in den Gesprächen untereinander die Zeit Revue passieren zu lassen und sich an gemeinsam Erlebtes zu erinnern.

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