Breitband-Ausbau in Lengerich
Wer will, der darf

Lengerich -

In ländlichen Bereichen läuft die Versorgung der Bürger mit schnellem Internet nur dank Fördergeldern. So wird es auch in den Außenbereichen von Lengerich sein. Anders in den Stadtlagen. Da gibt es keine Mittel vom Staat, aber dennoch Konkurrenz verschiedener Anbieter.

Mittwoch, 21.06.2017, 12:06 Uhr

Unternehmen, die in den Ausbau des Glasfasernetzes in Lengerich investieren wollen, kann die Stadt das im Innenbereich nicht verwehren.
Unternehmen, die in den Ausbau des Glasfasernetzes in Lengerich investieren wollen, kann die Stadt das im Innenbereich nicht verwehren. Foto: dpa

Während die Politik viel Geld zur Verfügung stellt, damit auch in den Außenbereichen von Städten und Gemeinden das schnelle Internet Einzug hält, gibt es in den zentralen Lagen mancherorts ein wahres Wettrennen der Anbieter um die Kundschaft. So zumindest der Eindruck am Dienstagabend im Planungsausschuss. Dort informierte die Stadtverwaltung über den Stand der Dinge.

Anlass, so Viktor Glück vom Fachbereich Straßenbau, sei ein Antrag der EWE Netz GmbH vom Mai. Das Unternehmen will im zen-tralen Bereich von Lengerich zehn Verteilerkästen für sein Glasfasernetz aufbauen. Dabei geht es um die Versorgung von Osnatel-Kunden – der Telekommunikationsanbieter gehört zu EWE.

Laut Glück reichen die zehn Kästen lediglich für einen recht kleinen Teil des Stadtgebietes. Allerdings handele es sich dabei um ein Areal, in dem die Stadtwerke-Tochter Teutel, die ebenfalls massiv auf dem Glasfasermarkt aktiv ist, aktuell noch nicht präsent sei. Bis Ende des Jahres, erläuterte der Mitarbeiter der Stadt, werde das kommunale Unternehmen 19 von 55 Lengericher Teilgebieten mit schnellen Internet versorgen können.

Anders als im Außenbereich gibt es für den Ausbau im Innenbereich von Kommunen keine Fördermittel. Dafür, so der städtische Beigeordnete Frank Lammert , habe aber jeder Anbieter grundsätzlich das Anrecht, ein Netz aufzubauen. Die Stadt habe eine „Zustimmungspflicht“, wenn Anträge vorliegen. Regelnd eingreifen könne die Verwaltung nur, wenn es beispielsweise um die Standorte von Verteilerkästen gehe.

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