Friedrich-von-Bodelschwingh-Realschule
„Gut Ding will Weile haben“

Lengerich -

74 Jugendliche haben am Freitag die Abschlusszeugnisse der Bodelschwingh-Realschule erhalten. 37 von ihnen haben die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe erlangt. Die Entlassfeier fand in der Dreifachhalle statt.

Freitag, 30.06.2017, 20:06 Uhr

Die Erzählung vom chinesischen Bauern, der für eine schnelle Ernte an seinen Pflanzen zog und sie so zum vertrocknen brachte, wandelte Dr. Werner Peters auf die Zehntklässler der Bodelschwingh-Realschule um. „Die Schule hat mehr Geduld als der Bauer gezeigt und beim Versuch, Euch mitzuziehen, haben wir immer darauf geachtet, dass die Wurzeln im Boden bleiben.“

Für den Schulleiter war die Verabschiedung auch etwas besonderes. Die 74 Jugendlichen, denen die Abschlusszeugnisse überreicht wurden – 37 von ihnen mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe – sind mit ihm zusammen vor sechs Jahren an der Realschule angefangen.

„Ihr habt einen Großteil des Weges allein geschafft“, bescheinigte Beate Böer im Namen der Eltern den Entlassschülern. Dass die Jugendlichen Wissen durstig aufgesaugt hätten, versah sie mit einem Fragezeichen. „Ihr habt eher darüber nachgedacht, wie der Aufwand zu minimieren ist.“ Aber, so stellte sie fest, „dass haben schon Generationen vor Euch so gemacht.“

„Pflegt Eure Kontakte weiter“, riet Gabriele Rogalski den Zehntklässlern. An die Eltern wandte sich die Vorsitzende des Fördervereins mit der Bitte, die Mitgliedschaft weiter laufen zu lassen. Am liebsten bis zum Ende der Realschule in fünf Jahren.

Giuliana Casal (Klasse 10 a), Tessa Böer und Marie Wehrmeyer (10 b) sowie Patrick Witzke (10 c) ließen die sechs Jahre aus Sicht der Schüler Revue passieren. Dabei betonte das Quartett, wie die einzelnen Schüler in den Klassen zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen seien. Wo muss ich möglichst wenig lernen? Wo kann ich am besten spicken? Was liegt mir? Diese Fragen hätten zu Beginn der Schulzeit eine Rolle gespielt. Doch die Sichtweise habe sich gewandelt. Der Weg sei nicht beendet. „Aber was soll uns davon abhalten, die nächste Hürde zu nehmen?“, fragte Patrick Witzke.

„Straight outer School“, das von den Abschlussschülern gewählte Motto, hätten wohl nur wenige so umgesetzt, mutmaßte Lehrer Titurel Häfker. Bei den meisten seien doch Hindernisse zu überwinden gewesen, hätte der Weg Mühe bereitet. Doch, da stimmten seine Kolleginnen Marlies Schulte und Isabel Hoffmann zu, die Klassen seien zu Gemeinschaften zusammengewachsen.

Den musikalischen Part der Entlassfeier gestaltete der Schulchor unter Leitung von Anne Linnenschmidt.

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