„Rock am Rathaus“
So kann´s weitergehen

Lengerich -

Einen besseren Start der sommerlichen Konzertreihe „Rock am Rathaus“ hätte man sich wohl nicht wünschen können. Der Wettergott zeigte sich besänftigt, so dass man nicht mit Störungen „von oben“ rechnen musste und auch die Resonanz bei den Lengerichern war groß.

Samstag, 08.07.2017, 12:07 Uhr

Als „feinsten Heartpop“ bezeichnen Sarah und Sina Steinbrecher ihre Musik. Beim Auftakt der Konzert-Reihe „Rock am Rathaus“ kamen sie damit bei den vielen Zuschauern gut an.
Als „feinsten Heartpop“ bezeichnen Sarah und Sina Steinbrecher ihre Musik. Beim Auftakt der Konzert-Reihe „Rock am Rathaus“ kamen sie damit bei den vielen Zuschauern gut an. Foto: Axel Engels

Mit den Zwillingsschwestern Sarah und Sina Steinbrecher aus Osnabrück hatten die Veranstalter genau das passende Gesangsduo zur Eröffnung ausgewählt. Wer also nach einem Spaziergang durch die Innenstadt noch etwas bei ansprechender Musik auf dem Marktplatz verweilen wollte, der wurde an diesem Abend bestens unterhalten.

Sarah und Sina Steinbrecher präsentierten in traditioneller Singer- und Songwritermanier eine Auswahl gefühlsträchtiger Songs, bei denen man sich mit Freunden und Bekannten einen schönen Abend machen konnte. „Two hearts in ten bands“ nennt sich dieses Duo und zeigt mit dem Namen schon seine stilistische Offenheit. Aus ihrer im Oktober erscheinenden Akustik-CD spielten sie diverse Song, die auf den bei Timezone Records im Oktober 2017 erscheinenden Silberling neugierig machten.

Sie nennen ihre Musik „feinster Heartpop“ und diesem Charakter entsprachen dann auch die Songs von „Drive You Home“ bis „Singing Birds“. Ihr meist lyrischer Stil verriet aber auch ihre Wurzeln in Rock und Punk. Die in ein relativ simples harmonisches Gewand gekleideten Songs waren immer für Überraschungen gut.

Ihr meist zweistimmiger Gesang zeigte einen stimmigen musikalischen Dialog. Gemeinsames Empfinden und musikalischer Ausdruck bildeten beim Duo eine natürlich gewachsene Einheit. Melancholie wussten sie gekonnt in ihre Songs einfließen zu lassen, ohne dass diese zu überladen wirkten.

Spielerische Finessen vermisste man beim Gitarrenspiel, das auf ein rein rhythmisches Element reduziert war. Auch wirkten die Bassläufe nicht immer stimmig mit den verwendeten Skalen, aber solche spieltechnischen Mankos ließen Sarah und Sina Steinbrecher dann mit ihrer sympathischen Art schnell vergessen. Mit ihrer Energie und Leidenschaft unterhielten sie in drei Sets an einem Abend, am dem das gesellige Miteinander auf dem Marktplatz und die Gespräche in den Pausen für die Besucher sicherlich genauso wichtig waren wie das Musikerlebnis.

Gespannt sein darf man auf „The Capodasters“, die mit reinen Coversongs im eigenen Stil „Rock am Rathaus“ eine andere Facette hinzufügen werden.

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