Verein bietet Analysen an
Was ist drin im Grundwasser?

Lengerich -

Mit seinem Labormobil ist der Verein VSR-Gewässerschutz am 9. August in Lengerich präsent. Angeboten werden Analysen des Wassers aus Hausbrunnen.

Freitag, 04.08.2017, 06:08 Uhr

Harald Gülzow beim Analysieren einer Wasserprobe.
Harald Gülzow beim Analysieren einer Wasserprobe. Foto: VSR-Gewässerschutz

Was steckt drin im Wasser aus dem eigenen Brunnen? Eine Antwort auf diese Frage will der Verein VSR-Gewässerschutz am Mittwoch, 9. August, zwischen 15 und 17 Uhr auf dem Bodelschwingh-Platz geben. Dann steht dort das Labormobil der Gewässerschutzorganisation.

Ob Planschbecken oder Blumen und Gemüse gießen: „Das Wasser aus dem eigenen Brunnen stellt eine gute Alternative zum kostbaren Leitungswasser dar“, so Susanne Bareiß-Gülzow , Vorsitzende des Vereins.

In einer landwirtschaftlich intensiv genutzten Region können Nitrate und Pestizide das Grundwasser verschmutzen. Durch verschiedene Einflüsse können laut Pressemitteilung auch Krankheitserreger ins Wasser geraten. Ob das selbst geförderte Wasser für das Planschbecken, zum Gießen, als Tränkwasser für Tiere oder zum Trinken geeignet ist, lässt sich aus Wasserproben ermitteln, die bei den Umweltschützern am 9. August abgegeben werden können.

Die Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wird gegen eine Kostenbeteiligung von zwölf Euro vor Ort durchgeführt. Am Ende der Aktion können die Teilnehmer ihre Ergebnisse am Labormobil abholen. Brunnenbesitzer, die das Wasser auf weitere Parameter wie Eisen und Bakterien gegen eine Kostenbeteiligung untersuchen lassen möchten, bekommen das Ergebnis mit einer Bewertung per Post zugeschickt.

Das Team vom VSR-Gewässerschutz berät, sobald die entsprechenden Messergebnisse vorliegen, ob das Wasser zum Gießen, zum Waschen oder zum Trinken geeignet ist. Außerdem beantwortet Diplom-Physiker Harald Gülzow (Vereins-Experte zum Thema Brunnenwasserqualität), freitags zwischen 9 und 12 Uhr Fragen unter ✆ 0 28 31/ 97 63 342.

Damit die Ergebnisse aussagefähig sind, sollten für Probenahme und Transport Mineralwasserflaschen genutzt werden. Geeignet sind dafür 0,5-l-Flaschen aus Kunststoff, die bis zum Rand gefüllt werden.

Der Verein untersucht nach eigenen Angaben Brunnenwasser, um Informationen über den aktuellen Zustand des Grundwassers in Lengerich und Umland zu erhalten. Je mehr Proben-Ergebnisse vorliegen, umso genauer könne die regionale Belastung von Nitrat und anderen Parametern dargestellt werden.

Die Ergebnisse einer Brunnenwasserprobe werden nur mit der Ortszugehörigkeit verwendet und der genaue Standort nicht erfasst, versichert der Verein. Dem VSR-Gewässerschutz ist es wichtig, dass Bürger die Belastung des Grundwassers vor Ort kennen. Es mangele immer noch an öffentlich zugänglichen Daten. „Unsere Messwerte sollen dazu führen, dass Landwirte und Politiker, aber auch interessierte Bürger in der Region bei Belastungen gemeinsam nach Lösungen suchen“, erläutert Susanne Bareiß-Gülzow.

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