125 Jahre Bischof + Klein
100 Prozent Familie

Lengerich -

Angefangen hat es in einer Scheune, in der Bibelsprüche kunstvoll auf Karton gedruckt wurden. Hermann Bischof und Alwin Klein hatten vor 125 Jahren diese Geschäftsidee für die „Papierfabrik und Prägeanstalt Bischof & Klein“. Würden sie heute auf das Unternehmen blicken – sie wären stolz und würden zugleich ungläubig auf die Entwicklung schauen, die ihre Firma seit 1892 genommen hat. Bischof + Klein ist einer der größten Arbeitgeber in der Region und einer der führenden Komplettanbieter für flexible Verpackungen und technische aus Kunststoff.

Donnerstag, 10.08.2017, 21:00 Uhr
Aus der Vogelperspektive wird deutlich, dass nach dem Start in einer Scheune aus Bischof + Klein 125 Jahre später einer der größten Arbeitgeber in der Region und in seinem Marktsegment eine der führenden europäischen Komplettanbieter für flexible Verpackungen und technischen Foliengeworden ist.
Aus der Vogelperspektive wird deutlich, dass nach dem Start in einer Scheune aus Bischof + Klein 125 Jahre später einer der größten Arbeitgeber in der Region und in seinem Marktsegment eine der führenden europäischen Komplettanbieter für flexible Verpackungen und technischen Foliengeworden ist. Foto: Bischof + Klein

Am 2. September öffnet der Folien- und Verpackungsspezialist zur Feier des Jubiläums seine Tore. Die Besucher erwartet ein spannender Rundgang durch die laufende Produktion sowie ein Rahmenprogramm mit Informationen zur Firmengeschichte, zum Nachhaltigkeitsmanagement, zum Ausbildungsprogramm und zu Herstellungstechnologien.

Bischof + Kleinim Jubiläumsjahr

Heute ist Bischof + Klein mit insgesamt 2700 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 562 Millionen Euro eines der größten Unternehmen in der Region. Als einer der führenden europäischen Komplettanbieter für flexible Verpackungen und technische Folien aus Kunststoff und Verbunden produziert die B+K-Gruppe an sechs Standorten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen und Saudi-Arabien.

„Wir sind gut aufgestellt und wollen unsere Position weiter ausbauen“, so Dr. Volker Pfennig. Er lenkt im Vorstand zusammen mit Manfred Albrecht und Gerd Sundermann die Geschicke des Unternehmens. Ein jährliches Wachstum von fünf Prozent ist das Ziel. Deshalb erhöht das Unternehmen kontinuierlich seine Kapazitäten, in diesem Jahr beispielsweise mit Investitionen in eine neue Extrusionsbeschichtungsanlage, die Erweiterung der Reinraumfabrik und eine neue Tiefdruckmaschine.

„Beste Ausbildungs-betriebe“

Moderne Technologie erfordert viel Know-how. „Wir legen großen Wert auf gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter“, erklärt Vorstand Gerd Sundermann. Entsprechend umfangreich ist das Aus- und Weiterbildungsprogramm, für das Bischof + Klein gerade mit dem Siegel „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ ausgezeichnet wurde. Seit Jahren bildet das Unternehmen über Bedarf aus und übernimmt die jungen Fachleute zu über 90 Prozent.

In diesem Sommer beginnen 28 junge Menschen ihre Ausbildung in acht unterschiedlichen Lehrberufen und vier dualen Studiengängen. Vier freigestellte Ausbilder und viele qualifizierte Mitarbeiter unterstützen die Azubis. Eine großzügig ausgestattete Lehrwerkstatt und ein Ausbildungszentrum stehen zur Verfügung, um Wissen und Fertigkeiten im Werksunterricht zu vertiefen. Vorstand Manfred Albrecht: „Bei den Abschlussprüfungen stellen wir regelmäßig Jahresbeste, die von der Industrie- und Handelskammer auf Landes- oder sogar Bundesebene ausgezeichnet werden.“

Bischof + Klein ist ein 100-prozentiges Familienunternehmen. Im Aufsichtsrat sind die Nachkommen von Firmengründer Alwin Klein in der fünften Generation vertreten. Vorstand Gerd Sundermann weiß, dass „viele Mitarbeiter aus Familien stammen, die ebenfalls seit mehreren Generationen bei Bischof + Klein arbeiten. Die Betriebstreue bei uns liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt!“

Von Lengerichin alle Welt

Das Produktprogramm von Bischof + Klein umfasst die gesamte Palette flexibler Verpackungen - von der 2-Gramm-Portionsverpackung bis zum flexiblen Flüssigkeitsliner für 1200 Liter. Das Lengericher Unternehmen beliefert internationale Markenartikler mit hoch veredelten Konsumverpackungen. Vorstand Gerd Sundermann ist sicher: „Jeder Supermarktkunde hat schon Verpackungen von B+K in den Händen gehalten. Sei es beim Kauf von Kaffee, Duschlotion oder Hundefutter.“

Weltweit werden Industrieverpackungen von B+K eingesetzt, und zwar von großen Unternehmen der Branchen Chemie, Bau sowie Lebensmittel. Hochreine Folien und Verpackungen von B+K für die Pharma- und Halbleiterindustrie gehen rund um den Globus, ebenso wie Schutzfolien für alle Arten von Oberflächen, ob Hochglanzmöbel oder Fensterrahmen. Spezialfolien übernehmen zudem technische Funktionen. Gerade hat B+K eine neuartige Rückseitenfolie für Solarmodule auf den Markt gebracht, die durch verbesserten Schutz gegen Umwelteinflüsse die Lebensdauer der Module verlängert.

Zur Herstellung dieser Vielzahl unterschiedlicher Folien setzt die B+K-Gruppe modernste Technologie ein. Dies gilt auch für die Weiterverarbeitung: lösemittelhaltige und lösemittelfreie Kaschierung/Beschichtung sowie Extrusionskaschierung und -beschichtung, Tief- oder High-Definition-Flexodruck, Konfektionierung gemäß den Wünschen der Kunden.

Weltweit einmalig dürfte das Stammwerk in Lengerich sein, in dem sämtliche Prozesse zur Herstellung flexibler Verpackungen unter einem Dach gebündelt sind. Vorstand Manfred Albrecht: „Techniker und Entwicklungsingenieure finden hier ein einzigartiges Spektrum an Produktionsmöglichkeiten.“

Nachhaltigkeit

Die Gründe für die lange Erfolgsgeschichte liegen nach Überzeugung von Vorstand Dr. Volker Pfennig in den „typischen Eigenschaften eines Familienunternehmens: Vorausschauend, kreativ, mit Mut zur Entscheidung – verbunden mit sozialem Verantwortungsgefühl und Umweltschutz.“ Vor über 30 Jahren war B+K eines der ersten Unternehmen in Deutschland, das den Umweltschutz in der Unternehmenspolitik verankerte und Wirtschaftlichkeit mit Ökologie koppelte. Seit 1987 veröffentlicht Bischof + Klein jährlich eine Umwelterklärung, die seit Mitte der 90er Jahre EMAS-zertifiziert ist (Eco Management and Audit Scheme).

Heute verbindet das Nachhaltigkeitsmanagement die ökologischen, sozialen und ökonomischen Aspekte der Unternehmenspolitik. Seit 2011 gibt B+K jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht auf der Grundlage des international anerkannten GRI-Standards (Global Reporting Initiative) heraus und ist damit Vorreiter der Branche. 2014 wurde B+K für sein umfassendes Engagement mit dem CSR-Preis der Bundesregierung ausgezeichnet.

Dr. Volker Pfennig: „Wir sehen für die flexiblen Verpackungen aus Kunststoff die besten Entwicklungschancen innerhalb des gesamten Verpackungsmarktes. Mit unseren Produkten unterstützen wir unsere Kunden in ihren Bemühungen um Nachhaltigkeit.“

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