„Lengerich fährt aufs Land“
Blicke hinter Hof- und Stalltore

Lengerich -

Hunderte Besucher haben sich am Sonntag auf den vier Betrieben umgesehen, die im Rahmen der Lengericher Höfetour ihre Hof- und Stalltore geöffnet haben. Ziel des landwirtschaftlichen Berufsstandes bei dieser Aktion: Mit den Verbrauchern ins Gespräch kommen.

Sonntag, 27.08.2017, 16:08 Uhr

Die Vielfalt der Landwirtschaft präsentierten die beteiligten Höfe bei der Premiere von „Lengerich fährt aufs Land“. Nicht jedes Rind auf dem Hof Höcker ließ sich streicheln (oben links).
Die Vielfalt der Landwirtschaft präsentierten die beteiligten Höfe bei der Premiere von „Lengerich fährt aufs Land“. Nicht jedes Rind auf dem Hof Höcker ließ sich streicheln (oben links). Foto: Michael Baar

Die Fahrradabstellplätze werden schon vor dem offiziellen Startschuss der Veranstaltung knapp. Die Plätze auf der zum Autoparkplatz umfunktionierten Wiese füllen sich zügig. Unschlüssig betrachtet mancher Besucher die überdimensionalen Plastikschuhe vor dem Hoftor in Empfang. Wer bis hierher gekommen ist, nimmt auch die letzten Schritte unter die umhüllten Schuhsohlen.

„Lengerich fährt aufs Land“ ist das Thema der ersten Höfetour, zu der Landwirtschaftlicher Ortsverein, Landfrauen und Landjugend am Sonntag eingeladen haben. Die erste „Belohnung“ für die immense Arbeit, die hinter dieser Veranstaltung steckt, gibt´s in Form des idealen Radler-Wetters. Und danach jede Menge Informationen darüber, wie Landwirte heute arbeiten. „Es ist viel Halbwissen unterwegs, fragen Sie“, fordert Stefan Höcker bei der offiziellen Eröffnung der Tour auf seinem Hof die Besucher auf. Und die machen davon reichlich Gebrauch, auch auf dem Hof Korte, dem Gut Erpenbeck und dem Hof Knippenberg.

„Wir arbeiten und leben mit der Natur“, hat Stefan Höcker gesagt. Bilder und Info-Tafeln klären darüber auf, zahlreiche Helfer als Ansprechpartner stehen zur Verfügung und versuchen, dem empfundenen Halbwissen entgegenzuwirken.

„Wenn Lebensmittel billig sein sollen, bleibt vieles auf der Strecke, auch das Tierwohl“, stellt Wilhelm Möhrke fest. Der Bürgermeister begrüßt die Initiative des Berufsstandes. Dass Lengerich eine Fairtrade-Stadt ist, begrüßt er mit Blick auf auskömmliche Erlöse, beispielsweise für Kaffee- oder Bananenanbauer.

Lengerich fährt auf´s Land

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  • Die Riesen-Seifenblasen interessierten Greta auf dem Hof Höcker mehr als die Tiere.

    Foto: Michael Baar
  • Die Jagdhornbläser Ostbevern eröffneten die Höfetour musikalisch.

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  • Zahlreiche Gäste lauschten auf dem Hof Höcker den Hörnerklängen.

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  • Hatten sich extra für den Höfetag zusammengetan: Die Männergesangvereine „Heimatklang“ Settel und Antrup unter der Leitung von Andreas Oeljeklaus.

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  • Hausherr Stefan Höcker lud die Gäste ein, Fragen zu stellen.

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  • Familie Korte war zur Eröffnung gekommen, eilte dann aber zum eigenen Hof.

    Foto: Michael Baar
  • Ebenfalls zu Gast bei der Eröffnung: Freya und Ulrich Erpenbeck.

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  • Billige Lebensmittel und Tierwohl, das passt nicht zusammen, meint Bürgermeister Wilhelm Möhrke.

    Foto: Michael Baar
  • Schon zur Eröffnung hatten sich viele Besucher auf dem Hof Höcker eingefunden.

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  • Blumen gab´s für NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze-Föcking (links) und Marlies Grüter vom Landwirtschaftsverband.

    Foto: Michael Baar
  • Anna Höcker (rechts) führte Ministerin Christina Schulze-Föcking über den elterlichen Hof.

    Foto: Michael Baar
  • Nette Geste: An jedem Platz im Kuhstall hängt der Name der Kuh.

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  • Gute Laune beim Team im Imbisswagen.

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  • Auch bei den Landmaschinen standen Helfer bereit, um Auskunft zu geben.

    Foto: Michael Baar
  • Kommt bei den jungen Gästen gut an: Der Kettcar-Parcours.

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  • Wer zuckt zuerst: Streichelwillige Mädchen oder Rindvieh?

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  • Greifen Sie zu: Käsehäppchen fanden guten Anklang.

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  • Parkplätze für Fahrräder werden schon kurz vor der Eröffnung der Höfetour knapp.

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  • Rezepte sind das eine, die Ringeler Frauen laden auf dem Hof Korte gleich zum Probieren ein.

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  • Lässt sich das Pony streicheln?

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  • Endlich geht´s los, das Ponyreiten.

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  • Große Tiere gibt es auf dem Hof Korte natürlich auch, aber an die kommen die Besucher nicht ran.

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  • Die Landjugend serviert erfrischende Cocktails.

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  • Alles richtig angekreuzt? Dann besteht die Chance auf einen Gewinn.

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  • Im Schatten lässt sich´s gut plaudern, nicht nur auf Hof Korte.

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  • Sonnenblumen unter dem Torhaus begrüßen die Gäste auf Gut Erpenbeck.

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  • Die rollende Waldschule zeigt nicht nur Tiere, sondern auch Holzarten. Mitglieder des Hegerings stehen für Fragen zur Verfügung.

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  • So geht´s: Demo-Spargelfeld auf Gut Erpenbeck.

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  • Der Schinken sieht verführerisch aus, der Veterinär erklärt, wie die Spezialität überwacht wird.

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  • Nach den Erläuterungen des Veterinärs durften die Gäste zugreifen und probieren.

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  • Die drei Damen des Heimatvereins Lengerich bestechen durch ihre Fingerfertigkeit beim Spinnen und Stricken.

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  • Das ist er, der „Erpenburger“.

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  • Auch im Hofladen heißt es: „Probieren Sie doch mal.“

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  • Die Treckerfreunde Lengerich parken ihre historischen Trecker ein.

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  • Vom Stamm zum fertigen Kaminholz in einem Arbeitsschritt. Wie´s geht, wird hier demonstriert.

    Foto: Michael Baar
  • Millimeter-Arbeit für Ulrich Knippenberg beim Füttern mit dem Minilader im Bullenstall.

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  • Das Futter rieselt in den Trog. Mahlzeit!

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„Doch wie sieht´s mit der heimischen Landwirtschaft aus?“ Jeder sollte sich hinterfragen, ob er bereit sei, für gute Qualität auch gutes Geld zu bezahlen. Und man solle sich bewusst machen, was die Landwirtschaft für die Gesellschaft leistet, fügt er hinzu.

Dass die Höfetour auf Dialog setze, beurteilt auch Christina Schulze-Föcking als „ganz wichtig. Es muss Verständnis füreinander entwickelt werden.“ Die NRW-Landwirtschaftsministerin unterstrich, dass Land- und Forstwirte nachhaltig arbeiten, „weil sie den Blick auch auf die kommenden Generationen richten“.

Bei den Einblicken und Informationen zu den vier Höfen Höcker, Korte, Gut Erpenbeck und Knippenberg bleibt es am Sonntag nicht. Ein umfangreiches Rahmenprogramm, unter anderem mit der Chorgemeinschaft aus MGV „Heimatklang“ Settel und MGV Antrup, den Jagdhornbläsern Ostbevern, den Treckerfreunden Lengerich, rundet den Tag ab. An Leckereien und Getränken fehlt es ebenfalls nicht.

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