Kulturforum der Stadtsparkasse
Mörderisch gute Stimmung

Lengerich -

Mit einer Lesung von Klaus-Peter Wolf ist das Kulturforum der Stadtsparkasse eröffnet worden. Der Krimiautor erzeugte eine mörderisch gute Stimmung.

Donnerstag, 14.09.2017, 17:09 Uhr

Zur Lesung  brachte Autor Klaus-Peter Wolf sein Manuskript mit, begleitet wurde er musikalisch von seiner Frau Bettina Göschl.
Zur Lesung  brachte Autor Klaus-Peter Wolf sein Manuskript mit, begleitet wurde er musikalisch von seiner Frau Bettina Göschl. Foto: Anne Reinker

Kriminelle Energie machte sich am Mittwochabend in den Räumen der Stadtsparkasse breit. Doch Mord und Totschlag lösten keinen Schrecken aus. Im Gegenteil: es wurde gelacht, mitgefühlt und geschmunzelt. Mit seiner Lesung rund um seine Protagonisten Ann-Kathrin Klaasen und Dr. Bernhard Sommerfeld und gemeinsam mit seiner Frau Bettina Göschl bereitete der Schriftsteller Klaus-Peter Wolf eine „mörderisch“ gute Stimmung. Ein gelungener Auftakt für das Programm des Kulturforums der Sparkasse.

Er habe schon mal in einem Autohaus gelesen, sogar in einer Fabrik für Sargherstellung, sagte Klaus-Peter Wolf nach den begrüßenden Worten von Bürgermeister Wilhelm Möhrke. „Und nun halt in einer Sparkasse“, meinte er schmunzelnd. Wolf war in Plauderlaune, so dass die Lesung für die Zuhörer im voll besetzten Auditorium rundum unterhaltsam war. Er sprach etwas selbstironisch über seine Arbeit, dass seit seinen schriftstellerischen Erfolgen der Gerichtsvollzieher nicht mehr an seiner Haustür klingele und über die Kontakte zu seinen Übersetzern im Ausland. „Da muss ich immer jonglieren, damit die Ostfriesen nicht in einem komischen Licht stehen“, erklärte Klaus-Peter Wolf. Der Wahl-Ostfriese identifiziert sich mit seinen Figuren, zumindest was die kulinarischen Vorlieben betreffe. Das könne seine Frau belegen. Bettina Göschl, Autorin von Kinderbüchern sowie Komponistin und Sängerin, begleitete den Abend mit Liedern, die ihrem Mann auf den Leib geschnitten waren.

„Der Roman war ein Experiment“, so Klaus-Peter Wolf über sein aktuelles Werk, mit „Totenstille im Watt“ der Auftakt seiner neuen Krimiserie, die ebenfalls im Ostfriesland-Universum spielt. Denn Wolf schrieb aus Sicht des Serienkillers Dr. Bernhard Sommerfeld. Ein Arzt, dem die Leute vertrauen. „Als die Frau dreimal mit einem blauen Auge zu mir kam und der Junge von der Treppe gefallen ist, habe ich erst das Kind, dann die Frau und dann den Mann behandelt“, las Wolf von den eigenwilligen Methoden des Mediziners.

Aus dem „Ostfriesentod“, der neueste Bestseller aus seiner Ann-Kathrin Klaasen-Serie, rezitierte Wolf nach einer Pause. Diese musste sogar ob des großen Ansturms auf Autogramme, Buchkäufe und Fotos mit dem Künstlerpaar in die Verlängerung gehen. Der elfte Band mit Ann-Kathrin Klaasen führte die Zuhörer in einen Strudel krimineller Strategien, die die Kommissarin Klaasen bis an den Rand des beruflichen und privaten Untergangs führen. Ein Buch, das seine Leser auf die Fortsetzung der Serie freuen lässt. Im Februar nächsten Jahres wird der „Ostfriesenfluch“ erscheinen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5150232?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker