DRK-Team bei „Meisterschaften“
Samstag wollen sie es allen zeigen

Lengerich/Ibbenbüren -

Jeder Handgriff sitzt – zumindest im Training. Ob das am Samstag auch so funktioniert, wie es soll? Eine spannende Frage, die die sechs Jugendrotkreuzler zuversichtlich angehen.

Freitag, 15.09.2017, 14:09 Uhr

Ein letztes Mal üben (von links): Katharina Lammerskitten, Verena Wels (liegend), Kira Huning, Daniel Leben, Niels-Henning Petig und Florian Hannigbrink gehören zu den besten JRKlern Deutschlands
Ein letztes Mal üben (von links): Katharina Lammerskitten, Verena Wels (liegend), Kira Huning, Daniel Leben, Niels-Henning Petig und Florian Hannigbrink gehören zu den besten JRKlern Deutschlands Foto: Linda Braunschweig

Sie gehören zu den besten Jugendrotkreuzlern Deutschlands: Katharina Lammerskitten (26), Daniel Leben (20), Florian Hannigbrink (19), Niels-Henning Petig (16), Kira Huning (19) und Verena Wels (19) haben vor einem Jahr den dritten Platz beim JRK-Bundeswettbewerb gewonnen. Für die jungen Helfer aus Ibbenbüren, Lengerich, Lotte, Saerbeck und Westerkappeln ist es nicht die erste Platzierung, aber eine, die ihnen einen Freifahrtschein für die Teilnahme am Bundeswettbewerb der erwachsenen Rotkreuzler verschafft. Und der findet am Samstag, 16. September, in der Ibbenbürener Innenstadt statt.

Dann wollen die sechs Mitglieder des DRK Lengerich zeigen, was sie können. An zwölf Stationen ist neben Erster Hilfe auch soziale Kompetenz und technisches Verständnis gefragt. Das Team tritt ebenso wie die beiden übrigen Jugendrotkreuz-Mannschaften aus Klotten und Fürth außerhalb der Wertung an. „Aber wir wollen Punkte für den Erste-Hilfe-Wettbewerb FACE (First Aid Convention Europe) sammeln“, sagt Verena Wels. Dabei treten die besten Helfer aus Europa im Wettbewerb gegeneinander an. Außerdem können die Jugendrotkreuzler auch beim Sonderpreis für die beste menschliche Zuwendung punkten.

Am schwierigsten wird es in Sachen Technik, glaubt das Team. „Da muss man ein Zelt aufbauen oder einen Reifen wechseln“, sagt Verena. Wo ihre Stärken liegen, ist für die sechs jungen Helfer jedenfalls klar: „Wir funktionieren als Team gut zusammen“, sagt Niels-Henning. „Wir kennen die Schwächen des anderen und können sie auffangen. Jeder von uns hat sich persönlich in bestimmten Bereichen weitergebildet“, fügt Verena hinzu. Dadurch ergänzen sich die Sechs, was sich auch in den Erfolgen bei bisherigen Wettbewerben widerspiegelt. Zweimal ist die Gruppe schon bei Landes-, sowie je einmal bei Bundes- und Kreiswettbewerb angetreten – mit Erfolg. „Der kam aber immer überraschend“, bleibt Katharina Lammerskitten bescheiden. Fragt man die anderen Mitglieder, ist sie es übrigens, die für die Jüngeren der Beweggrund war, beim JRK mitzumachen. Über den Schulsanitätsdienst oder Erste-Hilfe-Kurse, die Lammerskitten leitete, blieben die Jugendlichen beim JRK hängen. Weil sie heute eine „tolle Truppe“ sind, wie Florian Hannigbrink sagt, denkt keiner ans Aufhören. Im Gegenteil: Obwohl alle in verschiedenen Orten wohnen und zum Üben extra nach Lengerich fahren müssen, sehen sie sich regelmäßig, vor allem vor Wettbewerben.

So wie an diesem Montagabend: Da knöpfen sich Katharina, Niels-Henning, Florian, Kira, Daniel und Verena im Schnelldurchlauf noch einmal die grundsätzlichen Dinge der Ersten Hilfe vor. Dieses Wissen, da sind sich alle einig, hilft im Alltag. Dazu kommen die sozialen Kompetenzen, der Umgang mit vielen verschiedenen Menschen. „Manche bringt das auch beruflich weiter“, sagt Katharina Lammerskitten. Denn nicht selten beginnt ein Mitglied des JRK später eine Ausbildung im sozialen oder medizinischen Bereich. „Für manche wird da das Hobby zum Beruf“, sagt Verena, für die das Besondere am JRK auch die Vielfalt ist: „Wir sind ganz unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Lebensweisen und arbeiten trotzdem gut zusammen.“

Klar, dass es aber nicht immer nur um den nächsten Wettbewerb oder ums Üben geht, wenn sich die sechs jungen Helfer treffen. Gemeinsam fahren sie auch zum Bowlen oder zum Weihnachtsmarkt. Spaß muss auch sein.

Eines übrigens gehört für die Helfer-Truppe bei jedem Wettbewerb dazu: sich selbst drei Ziele zu stecken. Die sehen für Samstag wie folgt aus: 1. besser sein als die übrigen JRK-Gruppen, 2. die Qualifikation für den FACE-Wettbewerb schaffen und 3. abends eine große Party mit den anderen DRK-lern feiern.

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