Kein Schwimm-Sommer
10 591 Besucher: Minusrekord im Freibad

Lengerich -

Tilo Frömmel vom Schwimmbadbetreiber BWG hat am Mittwoch den Wirtschafts- und Erfolgsplan 2018 vorgelegt. Dabei war auch die jüngste Freibadsaison ein Thema. Bei der Besucherzahl wurde ein Negativrekord aufgestellt.

Freitag, 15.09.2017, 12:09 Uhr

Die neue Lüftungsanlage für den Hallenbadbereich wird wohl günstiger als kalkuliert.
Die neue Lüftungsanlage für den Hallenbadbereich wird wohl günstiger als kalkuliert. Foto: BWG

Einen Lagebericht zum Lengericher Schwimmbad hat am Mittwoch Tilo Frömmel gegeben. Anlass war die Vorstellung des Wirtschafts- und Erfolgsplans 2018. Der Betriebsleiter der Bäder- und Wasser GmbH ging vor allem auf technische Themen ein. Aber auch die vergangene Freibadsaison spielte eine Rolle. Und da gab es einen Negativrekord.

Die Zahl der „öffentlichen Badegäste“ – also ausgenommen die Besucher, die mit Vereinen und Schulen kamen – lag in der Saison 2017 bei 10 591. Das, so Frömmel gegenüber den WN, sei „der niedrigste bisher gezählte Besucherwert“. Im Ausschuss sprach der BWG-Mann von einer „sehr, sehr überschaubaren Saison“. Nicht zuletzt das unbeständige Wetter habe das seine dazu beigetragen.

Bezogen auf die Gesamtsituation sollte das aber „nicht überbewertet“ werden. Frömmel verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das Schwimmbad – also Frei- und Hallenbad – intensiv sowohl von Schulen als auch Vereinen genutzt werde. Allein 40 bis 50 Klassen kämen pro Woche.

Positiver waren die Zahlen, die er bezüglich der neuen Lüftungsanlage für den Hallenbadbereich präsentierte. 310 000 Euro hatte die Stadt – sie ist Eigentümer des Bades, die BWG Pächter – dafür bewilligt. Die Anlage steht seit dem Sommer und hat inzwischen ihren Betrieb aufgenommen. Da es aber eine Vielzahl an Einstellungsvarianten gebe, laufe derzeit noch eine Optimierungsphase. Doch schon vor der Endabnahme sei klar, dass man unter dem Kostenansatz bleiben werde.

Was die laufenden Kosten angehe, wagte Frömmel keine Prognose. Zum einen sei die neue Anlage leistungsfähiger als die alte, daher benötige sie mehr Energie. Andererseits sei sie moderner. Das könne wiederum zu Einsparungen führen. Was unter dem Strich herauskomme, müsse sich zeigen.

Gleiches gilt für die Geräuschemissionen. Da die Anlage zu groß war, um sie wie die alte im Inneren zu montieren, wurde sie im Freien aufgestellt. Die kommenden Wochen müssen nun zeigen, ob Anwohner dadurch über Gebühr belästigt werden. Frömmel zeigt sich recht optimistisch, dass das nicht der Fall sein wird. Sollte es anders sein, könnte das Konstrukt auch noch um- und überbaut werden.

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