Nitratbelastung in Hausbrunnen
Über den Grenzwerten

Lengerich/Tecklenburger Land -

Nicht zum ersten Mal hatte der Verein VSR-Gewässerschutz im August Hausbrunnenbesitzern in Lengerich und Umgebung angeboten, ihr Wasser zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden jetzt veröffentlicht. Demnach gibt es an einigen Stellen ein Nitrat-Problem.

Dienstag, 19.09.2017, 05:09 Uhr

Die intensive Düngung landwirtschaftlicher Flächen wird als Hauptgrund für steigende Nitratwerte im Grundwasser angesehen.
Die intensive Düngung landwirtschaftlicher Flächen wird als Hauptgrund für steigende Nitratwerte im Grundwasser angesehen. Foto: dpa

Viel zu hohe Nitratwerte im Grundwasser hat nach eigenen Angaben der Verein VSR-Gewässerschutz bei Brunnenwasserproben aus Lengerich und Umgebung festgestellt. In jeder siebten untersuchten Probe habe die Nitratkonzentration oberhalb des Grenzwertes der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter gelegen.

Insgesamt sei bei der Untersuchung – die Proben wurden am 9. August abgegeben – das Wasser aus 50 privat genutzten Brunnen aus Lengerich, Lienen, Ladbergen und Tecklenburg analysiert worden. Der negative Spitzenwert wurde laut Pressemitteilung in Wasser aus einem Brunnen in Lienen festgestellt: 197 Milligramm Nitrat pro Liter. Weitere stark mit Nitrat belastete Brunnen stellten die Umweltschützer demnach auch in Wechte mit 142 Milligramm pro Liter und in Niedermark mit 120 Milligramm pro Liter fest.

Das Wasser sei nicht mehr zum Trinken geeignet. Und auch zum Befüllen von Fischteichen sollte es nicht mehr verwendet werden, heißt es weiter. Es bestehe andernfalls die Gefahr, dass es zur Massenvermehrung von Algen komme. Das wiederum könne zu Fischsterben führen, wenn die Algen absterben. Beim Bewässern mit belastetem Grundwasser sei bei der Düngung zu bedenken, dass es durch das Gießwasser zu einer zusätzlichen Nitratzufuhr komme.

Nicht zu verwechseln ist die Belastung des Grundwassers mit der des Trinkwassers. Darüber hatte der Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land (WTL) noch Ende Januar den Ausschuss für Planung und Umwelt informiert. Gewonnen wird das Trinkwasser in einer Tiefe etwa zwischen 22 und 30 Metern. Je nachdem wo, lag die Nitratbelastung zwischen nahe null und bis zu 70 Milligramm. Durch die Vermischung werden die gesetzlichen Vorgaben von 50 Milligramm laut WTL weit unterschritten, wenn das Wasser aus dem Hahn kommt.

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