Partnerschaft Lengerich – Warta
Schüler pflegen Städtepartnerschaft

Lengerich -

Seit 20 Jahren gibt es die Städtepartnerschaft zwischen Lengerich in Westfalen und Warta in Polen. Der runde Geburtstag wurde jetzt auf besondere Art gefeiert – mit einem Projekt von Schulen aus den beiden Städten.

Samstag, 07.10.2017, 13:10 Uhr

Ohne Vertrauen sind die Aufgaben im Wald nicht zu meistern. Das gilt auch für den gemeinsamen Segel-Schnupperkursus bei dem aber niemand ins Wasser fiel.
Ohne Vertrauen sind die Aufgaben im Wald nicht zu meistern. Das gilt auch für den gemeinsamen Segel-Schnupperkursus bei dem aber niemand ins Wasser fiel. Foto: Volkshochschule

Drei Schulen, zwei Nationen ein Projekt! Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Warta in Polen und Lengerich beteiligten sich auch zwei Schülergruppen an der Fortsetzung und Intensivierung des Austauschgedankens der Partnerschaftsvereine. Die Idee entstand, als im vergangenen Jahr eine Delegation aus Polen in Lengerich zu Gast war, um erste Planungen für das Jubiläum anzugehen.

„Nachhaltig, mehrgenerational und kreativ. Mit diesen Adjektiven starteten wir eine erste Ideenfindung zum Gemeinschaftsprojekt“, erläuterte VHS-Direktorin Angelika Weide. Der Volkshochschule , speziell dem Fachbereich Junge VHS, stehen für bilaterale Projekte Fördermittel zur Verfügung.

Deshalb wurde Schülerinnen und Schülern des Hannah-Arendt-Gymnasiums ( HAG ) und des Gymnasiums in Warta eine Werkaufgabe gestellt mit dem Ziel, sie für das Thema Heimat und Region zu sensibilisieren, ergänzt Fachbereichsleiter Jendrik Peters . Der Plan ging auf. Beide Schulen akquirierten Schüler, „die einfach nur aus Lust am Thema mit Kameras ausgestattet das Umland durchstreiften und wunderbare Fotocollagen erstellten“, berichtet Christiane Uden, Lehrerin am HAG.

Am Gymnasium in Warta lief es ähnlich, bestätigte dessen Leiterin Urszula Pietrzak. Per E-Mail und Telefon seien erste Ergebnisse ausgetauscht, diskutiert und selektiert worden. Am Ende standen eindrucksvolle Collagen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zweiter Aspekt war die Begegnung. Dafür wurde ein Austauschprogramm mit dem Schwerpunkt außerschulische Jugendbildung zu den Themen Regionalität und Entwicklungspotenzial entworfen. 13 polnische und neun deutsche Schüler trafen sich in der Evangelische Jugendbildungsstätte Tecklenburg. Kletterwand und Geocaching im Wald waren die ersten Aktionen.

„Deutsche und polnische Jugendliche sind gemeinsam unterwegs und lösen Aufgaben“, freute sich Jendrik Peters. Für den Pädagogen ist das „internationale Begegnung pur“. Junge Menschen müssten mit auf den Weg genommen werden, sich für Europa und die Welt zu interessieren, um politisch mitsprechen zu können und etwas in der Gesellschaft zu bewegen.

Eine Besichtigung der Friedensstadt Münster sowie ein Schnupper-Segelkursus folgten am nächsten Tag. Sichtlich erschöpft aber zufrieden präsentierten am Abend beide Schülergruppen ihre kunstvoll gestalteten Collagen. Die Erwachsenen waren begeistert. Den ganzen Abend über flanierten deutsche und polnische Vereinsmitglieder entlang der Fotoausstellung und suchten den regional-historischen Austausch miteinander.

Dass da etwas mehr draus wachsen kann, darüber waren sich die HAG-Leiterin Angelika Heitmann, Bürgermeister Wilhelm Möhrke, viele Mitglieder und Urszula Pietrzak schnell einig. Die Schüler hatten da längst schon Telefon- und E-Mail-Daten getauscht.

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