Langjährige Haftstrafen
Einbrecher müssen hinter Gitter

Lengerich/Münster -

Zu den Tatorten gehörte unter anderem Lengerich. Am Freitag sind vom Landgericht Münster zwei Rumänen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Sie gehörten zu einer Bande, die für zahlreiche Einbrüche verantwortlich ist.

Samstag, 11.11.2017, 06:11 Uhr

 
  Foto: dpa

Zu langjährigen Haftstrafen hat das Landgericht Münster zwei Männer aus Rumänien verurteilt. Sie wurden des schweren Bandendiebstahls in insgesamt 21 Fällen für schuldig befunden. Zwei der Taten wurden dabei als Versuche gewertet.

Ein 48 Jahre alter, vorbestrafter Angeklagter erhielt unter Einbeziehung anderer Urteile eine Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten. Für seinen ebenfalls vorbestraften 46-jährigen Kompagnon, der derzeit bereits wegen Bandendiebstahls eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und einem Monat Haft verbüßt, standen am Ende unter Einbeziehung von Vorverurteilungen sieben Jahre Gefängnis.

Zu den Orten, wo die Serieneinbrecher zuschlugen, gehörte auch Lengerich. Einige der Opfer, das hatte sich während des Prozesses gezeigt, haben seit den Geschehnissen unter erheblichen psychischen Folgen zu leiden (WN berichteten). Weil er sich in seinen vier Wänden nicht mehr wohl fühlt, zog ein Zeuge beispielsweise den Verkauf seines Hauses in Betracht.

Mit dem Urteil gegen die Männer blieb die 11. Große Strafkammer knapp unter dem Antrag des Staatsanwaltes. Er hatte in seiner Beweiswürdigung als besonders kritikwürdig herausgestellt, dass der 46-jährige Familienvater seinen minderjährigen Sohn mit in die Taten eingebunden hatte und ihn durch eine Falschaussage „ins Messer laufen ließ“.

Die beiden Angeklagten hatten sich mit Landsleuten zu einer Bande mit dem Ziel zusammengeschlossen, bei Wohnungseinbrüchen möglichst viel Schmuck, Bargeld und elektrische Geräte zu erlangen. Jeder der Beteiligten hatte dabei seinen Part. So steuerte eine Person das Fahrzeug. Die jüngeren Bandenmitglieder hatten die Aufgabe einzubrechen. Wenn auf Klingeln nicht geöffnet wurde, warfen sie mit einem Stein Scheiben ein oder verschafften sich auf andere Art brachial Zutritt. Allein bei einer Tatserie in Lengerich und Tecklenburg erbeuteten sie Schmuck und Computer im Wert von über 9000 Euro.

In der Wohnung des 46-Jährigen in Gelsenkirchen wurde die Beute gesichtet und veräußert. Den Erlös – der Beutewert soll sich im sechsstelligen Eurobereich bewegt haben – teilten die Bandenmitglieder untereinander auf. Die Feststellungen des Gerichts beruhen auf den Geständnissen der Angeklagten, Zeugenaussagen und der Feinarbeit der Polizei.

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