Preis für die Teestube „Weltweit“
Anerkennung aus Düsseldorf

Lengerich -

Seit etwa eineinhalb Jahren gibt es die Teestube „Weltweit“ an der Bahnhofstraße in Lengerich. Sie ist vor allem Treffpunkt und Anlaufstelle für Asylbewerber und Flüchtlinge. Die Arbeit der „Weltweit“-Macher ist nun vom Land mit einem Preis gewürdigt worden.

Dienstag, 14.11.2017, 05:11 Uhr

Aus den Händen von NRW-Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner (Mitte) erhielt Bürgermeister Wilhelm Möhrke eine Urkunde. Mit dabei waren auch (von rechts) Bärbel Rehder, Gaby Gottwald (Flüchtlingshilfe) und Petra Sibilski.
Aus den Händen von NRW-Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner (Mitte) erhielt Bürgermeister Wilhelm Möhrke eine Urkunde. Mit dabei waren auch (von rechts) Bärbel Rehder, Gaby Gottwald (Flüchtlingshilfe) und Petra Sibilski. Foto: Stadt Lengerich

Im vergangenen Jahr hat es bereits einen Preis vom Kreis Steinfurt gegeben, nun würdigt auch das Land die Arbeit, die in der Teestube „Weltweit“ an der Bahnhofstraße 52 geleistet wird. Eine kleine Delegation aus Lengerich ist dafür jetzt eigens nach Düsseldorf gefahren. In der NRW-Landeshauptstadt wurden sechs Städte in den Kreis der „Europaaktiven Kommunen in Nordrhein-Westfalen“ aufgenommen. Dafür reichte es im Fall von Lengerich zwar nicht. Aber es gab einen Sonderpreis, den Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner in Form einer Urkunde an Bürgermeister Wilhelm Möhrke überreichte.

„Das ist eine Bestätigung für alle, die sich engagieren“, sagt Bärbel Rehder über die Auszeichnung. Sie war in Düsseldorf ebenfalls dabei und bildet zusammen mit Birgit Holle in der städtischen Verwaltung das Duo, das sich primär um die Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern kümmert. Ihnen zur Seite steht ein Team von ehrenamtlichen Helfern, die in der Teestube und der angegliederten Fahrradwerkstatt aktiv sind.

Die Einrichtung gibt es seit rund eineinhalb Jahren. Sie dient vor allem als Anlaufstelle und Treffpunkt. Es gibt aber auch ganz konkrete Angebote wie Sprachkurse, Frauenabende oder das große, ein Mal im Monat stattfindende gemeinsame Kochen, zu dem zuletzt rund 80 Gäste kamen. Die jüngste Idee: eine Kooperation mit den Preußen, um eine Fußballmannschaft aufzubauen. Dafür habe man Fördermittel bei der „Aktion Mensch“ beantragt, erzählt Bärbel Rehder.

Auf Hilfe von außen sind die „Weltweit“-Verantwortlichen immer wieder angewiesen. Zwar stellt die Stadt die Räume zur Verfügung und kommt für die laufenden Kosten auf. Aber die Ausstattung beispielsweise ist vor allem durch Spenden zusammengetragen worden. Auf die hoffen Bärbel Rehder und Birgit Holle aktuell wieder einmal. Dringend bräuchte man einen Kicker und einen Billardtisch, zudem auch Fahrräder.

Personell sieht es aktuell ebenfalls nicht unbedingt rosig aus. Von montags bis freitags ist die Teestube jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Die Ehrenamtlichen, die dann vor Ort sind, könnten Verstärkung gebrauchen. Besondere Voraussetzungen bräuchte es dafür nicht, betont Bärbel Rehder. Lediglich Offenheit gegenüber anderen Kulturen wünscht sie sich von potenziellen Helfern.

Gesucht wird zudem ein FSJler, der sein freiwilliges soziales Jahr zum Teil im „Weltweit“ verbringen möchte. Die Stelle wird gemeinsamen mit der Mediencooperative des Kreises Steinfurt vergeben. Ein weiteres wichtiges Arbeitsfeld wäre die Hausaufgabenbetreuung an einer Lengericher Schule.

Zum Thema

Wer der Teestube „Weltweit“ helfen möchte, sei es durch Spenden oder durch Mitarbeit, kann sich an Bärbel Rehder ('0 54 81/33-224, E-Mail b.rehder@lengerich.de) und Birgit Holle (' 0 54 81/33-234, E-Mail b.holle@lengerich.de) wenden. Das gilt auch für Interessierte an der FSJ-Stelle. 

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