Volkshochschule
Auf dem Weg in neue Lernwelten

Lengerich -

Digitale Lernwelten werden bei der Volkshochschule Einzug halten. So viel scheint sicher zu sein. In Kooperation mit Nachbar-Einrichtungen wird an diesen neuen Wegen gearbeitet.

Sonntag, 10.12.2017, 08:12 Uhr

Lernen per Knopfdruck. Die VHS ist auf dem Weg, neue digitale Lernwelten zu erschließen.
Lernen per Knopfdruck. Die VHS ist auf dem Weg, neue digitale Lernwelten zu erschließen. Foto: VHS Lengerich

„Erweiterte Lernwelten sind für die Zukunft der Volkshochschulen unabdingbar“, gibt Jendrik Peters die Marschroute für die nächsten Monate und Jahre vor. Der Fachbereichsleiter „EDV und berufliche Qualifizierungen“ ist an der VHS Lengerich zuständig für die Umsetzung von erweiterten Lernwelten und so genannten Blended-Learning-Angeboten.

Damit sind Kursformate gemeint, bei denen der Präsentunterricht vor Ort durch Online-Übungen und Online-Material ergänzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung. „Es kann sogar sein, dass Kursustage per Stream stattfinden oder in eine Selbstlernphase münden“, erläutert der Fachbereichsleiter. Digitalisierung sei das Schlagwort, auf dem künftig ein Fokus in der inhaltlichen Arbeit gelegt werde.

Dazu passt, dass die VHS Lengerich gemeinsam mit dem Aktuellen Forum Volkshochschule Ahaus und der VHS Borken den Digi-Circle Münsterland bildet. Diese Arbeitsgemeinschaft beschäftigt sich mit dem Thema Digitalisierung und analysiert die Struktur der Volkshochschulen auf Bedarfe, die für erweiterte Lernwelten auftauchen und gedeckt werden müssen.

„Wir sind als VHS etwas hinterher und brauchen ein Konzept, wie digitale Medien und Online-Lernen sinnvoll in das Kursusprogramm eingebunden werden können“, unterstreicht VHS-Direktorin Angelika Weide die Bedeutung der Digitalisierung. Um eine einheitliche Plattform zur Vernetzung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Volkshochschulen, Kursusleiterinnen und Teilnehmerinnen zu schaffen, wurde die VHS-Cloud entwickelt, die aktuell von ausgewählten Volkshochschulen getestet wird.

Dazu gehört auch die Weiterbildungseinrichtung in Lengerich. Pädagoge Jendrik Peters sieht bereits den Mehrwert der Plattform: „Kurse können gemeinsame Dateien bearbeiten, Dateien austauschen und gegenseitig Kommentare hinterlassen.“ Die Cloud sei dabei nach dem deutschen Datenschutzgesetz und mit Servern in Deutschland programmiert worden.

Um Kursusleitern sowie Mitarbeitenden einen Eindruck zu geben, welche Möglichkeiten die digitale Welt auch im Bildungsbereich bietet, plant der Digi-Circle zwei Medien-Messen, die im Juni in Lengerich und im September in Ahaus stattfinden sollen. „Wir wollen aufzeigen, wie weit die Digitalisierung bereits fortgeschritten ist und welche Chancen darin stecken“, so Angelika Weide.

Eingeladen werden sollen auch die politischen Vertreter aus dem Zweckverband. Die Planungen für die „Mini-Messe“ seien in vollem Gange, schreibt die VHS. Großer Wert werde darauf gelegt, bei der Messe Fachvorträge und kleinere Produktvorstellungen zu präsentieren.

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