Kunsthandwerkermarkt
Bummeln zwischen Mützen und Marmeladen

Lengerich -

Auf großes Interesse ist am Sonntag der Kunsthandwerkermarkt in der Gempt-Halle gestoßen. Schon kurz nach der Öffnung wurde es in den Gassen zwischen den Ständen eng.

Sonntag, 14.01.2018, 21:01 Uhr

Heiße Sache: Glasbläser Stefan Warnken aus Ostfriesland zeigte an Ort und Stelle sein Können.
Heiße Sache: Glasbläser Stefan Warnken aus Ostfriesland zeigte an Ort und Stelle sein Können. Foto: Michael Schwakenberg

Wenn auch die letzten Reste der Weihnachtsdeko im Keller oder auf dem Dachboden verschwunden sind, dann ist wieder Platz für etwas Neues. Wer am Sonntag auf der Suche danach war, der hatte in der Gempt-Halle gute Chancen, fündig zu werden. Schon kurz nach dem Start um 11 Uhr schoben sich Hunderte Interessierte durch die Gänge, begutachteten und bewunderten die Ware an den Ständen der 70 Aussteller. „Damit sind wir ausgebucht“, freute sich Stephan Grawe, Organisator des Kunsthandwerkermarktes, über die Resonanz.

Es war aber nicht alles Deko, was haupt- und nebenberufliche Handwerker feilboten: Neben Holzspielzeug und Honig gab es Mützen und Marmeladen, Grußkarten und Glaskunst. Letztere wurde sogar direkt vor Ort produziert. Glasbläser Stefan Warnken aus Ostfriesland scharte mit seinem Bunsenbrenner immer eine Traube Schaulustiger um sich, fertigte über offener Flamme eine Rosenvase nach der anderen.

Auch Korbflechter Bernhard Kock aus Ibbenbüren demonstrierte sein Können und verhalf einem alten Stuhl zu einem neuen Geflecht. Billig ist das nicht, aber es lohnt sich, betonte Kock: „Wenn man den Stuhl nicht gerade als Stehleiter benutzen, hält das Geflecht ein Leben lang.“ Woraus es besteht, war ihm auch zu entlocken: „Aus echten Lianen. Das ist das, womit sich Tarzan durch den Dschungel geschwungen hat.“ Wer also wider Erwarten doch nicht fündig wurde, der hatte wenigstens was gelernt. . .

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